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Baufinanzierung in kritischer Phase

Dienstag, 29. April 2003, 15:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Kennen Sie den Spruch aus der TV-Werbung: Mein Haus, mein Auto, mein Pferd und meine Pferdepflegerin? Das alles kann sich aber ganz schnell in Luft auflösen, wenn das liebe Geld nicht mehr vorhanden ist. Was dann zu tun ist, lesen Sie in der nnz.


Der Albtraum eines jeden Darlehensnehmers - unerwartete Änderung der Einkommenssituation und damit verbunden Zahlungsschwierigkeiten. In dieser kritischen Phase heißt es für die Bauherren und Immobilienkäufer einen kühlen Kopf zu behalten, um die laufende Baufinanzierung nicht scheitern zu lassen. Die fortwährenden Bemühungen, mit aller Kraft eine viel zu hohe finanzielle Belastung noch irgendwie tragen zu können, endet nicht selten in einer finanziellen und familiären Katastrophe.

Die Problematik zeigt sich am deutlichsten an Hand der Zwangsversteigerungen. Allein im ersten Halbjahr 2002 war ein Anstieg bundesweit um 10,4 % auf 44.237 Termine zu verzeichnen, wobei in den neuen Bundesländern die Spitzenreiter Sachsen/Thüringen mit plus 16,1 % waren. Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, ist kompetente Hilfe notwendig. Die Verbraucher-Zentrale Thüringen e.V., Beratungsstelle Nordhausen, in Zusammenarbeit mit der Schuldner- und Insolvenzberatung der AWO, Kreisverband Nordhausen e.V., will mit dem neuen Beratungsangebot zur Problematik „Baufinanzierung in der kritischen Phase“ als Pilotprojekt den Betroffenen Wege bei der Bewältigung der anstehenden Probleme aufzeigen.

Die Möglichkeiten, eine Baufinanzierung zu stabilisieren, sind jedoch begrenzt. Eine eventuelle Sanierung hängt im Wesentlichen von der Analyse der Ist-Situation ab. Hier werden die Weichen für Zukunft gestellt, d.h., das Ergebnis der Analyse bildet die Grundlage für die weitere Vorgehensweise. Das Beratungsangebot soll dem Darlehensnehmer die Möglichkeiten aufzeigen, die seiner finanziellen Leistungsfähigkeit und dem eingeräumten Spielraum des Darlehensgebers entsprechen.

Die Beratungen erfolgen jeweils Montag von 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr nach vorheriger Terminvereinbarung in der Verbraucherberatungsstelle Nordhausen, August-Bebel-Platz 6, 99734 Nordhausen, statt. Terminvereinbarungen sind telefonisch möglich unter 03631/ 982219 und 03631/ 623935.
Autor: nnz

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