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Nur noch die Hälfte?

Mittwoch, 23. April 2003, 12:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Landkreis Nordhausen gibt es auch in diesen Zeiten viele Menschen, die es sich - oft seit Jahren - zur Aufgabe gemacht haben, ehrenamtlich tätig zu sein. Das heißt ja, etwas aus eigenem Antrieb zu tun, in der Regel unentgeltlich, und ohne auf die Zeit zu achten. Da staunte jetzt selbst Landrat Joachim Claus (CDU).


Der Freistaat Thüringen, speziell das Sozialministerium, fördert gemeinnützige ehrenamtliche Tätigkeit mit einer gewissen finanziellen Unterstützung, ebenso die gemeinnützige ehrenamtliche Tätigkeit von arbeitslosen Personen über 50 Jahren mit dem Programm Ehrenamt "50 Plus". Die Landkreise beantragen die vom Freistaat Thüringen zur Verfügung gestellten Zuschüsse, die allerdings 2003 auch der Kürzung unterliegen. Dank der guten Zusammenarbeit des Landratsamtes mit den Vereinen, Gemeinden und Kirchengemeinden, die die Anträge bei der Behörde einreichen, gab es eine Verteilung der Mittel, die die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützt hat. Auch bei den reduzierten Geldzuschüssen ist man bestrebt, für eine gerechte Verteilung zu sorgen.

Zum 11. 11. 2002 (das ist kein Karnevalsscherz) wurden in Thüringen insgesamt 128.500 Euro beantragt. Das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit sieht sich aber nur in der Lage, für 2003 eine Summe von 60.725,82 Euro für alle Landkreise und kreisfreien Städte auszureichen. Es sei jedoch im Landkreis Nordhausen festzustellen, dass der Enthusiasmus, das Engagement ungehindert im Sport, im Jugendleben, in der Seniorenarbeit, bei den freiwilligen sozialen und caritativen Diensten, bei der Kulturarbeit, bei den Initiativen im Umwelt- und Naturschutz anhalte, freut sich die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung.

Der Landrat achte dieses ideell motivierte Handeln sehr und bittet die Bürgerinnen und Bürger, diesen Sinn zu erhalten, ja, ihn noch zu erweitern, denn die ehrenamtliche Arbeit von Gleichgesinnten sei für das Gemeinwohl ebenso wichtig wie unersetzlich. Vor allem, weil es kostenfrei ist.
Autor: nnz

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