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Noch gut bedient

Samstag, 19. April 2003, 21:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 24. Spieltag in der Landesklasse empfing heute Wacker 90 Nordhausen im Albert-Kuntz-Sportpark die Elf aus Veilsdorf. Im Kampf um den eventuell wichtigen zweiten Tabellenplatz zählte nur ein Sieg. Über die Begegnung berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.


Einen zusätzlichen Motivationsschub erhielten die Wacker-Kicker bereits vor der Begegnung durch die Kunde von der 0:1-Niederlage des Tabellenzweiten Viernau beim Spitzenreiter Holzthaleben am gestrigen Abend. Die Weißhaupt-Elf spielte von Beginn an druckvoll und leidenschaftlich. Der Ausfall von Pistorius, Mook, Kulbacki und Torhüter Lenczeweski wurde durch Kampfgeist und Einsatzwillen mehr als wettgemacht. Bereits in der 3. Minute musste der Veilsdorfer Schlussmann Ritter bei einem Knaller von Pohl aus gut 15 m sein ganzes Können aufbieten, um seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand zu bewahren.

Die Gäste wirkten zu umständlich, Ballverluste en gros brachte immer wieder Wacker ins Spiel. Schröter, Piotrowski und Co. waren meistens nur durch Fouls zu bremsen. So in der 13. Minute. Der fällige Freistoß, von Jens Ludwig getreten, landete genau auf dem Kopf von Puc, der das Leder unhaltbar zur 1:0-Führung in die Maschen setzte. Kurz drauf hatte Kohlhause eine Riesenmöglichkeit, aber Ritter parierte großartig. Nach 20 Minuten schickte der gute Unparteiische Eichler aus Erfurt einen Veilsdorfer mit einer Gelb Roten Karte frühzeitig zum Duschen. Nur eine Minute später erhöhte Piotrowski mit einem direkt verwandelten Freistoß aus etwa 20 m auf 2:0. In der Folgezeit hatten die Wackeren noch mehrere gute Chancen, so Pohl (23.), Schröter (33.) und Piotrowski (38.). In der 31. Minute musste Ludwig verletzungsbedingt vom Platz, für ihn kam Dirk Fuhrmann.

In den zweiten 45 Minuten tat sich vorerst nichts Nennenswertes. Zwar stürmte Wacker weiter, agierte aber zu umständlich. Gefahr für das Gäste-Tor kam nur bei Schüssen aus der zweiten Reihe auf. Die waren aber eher selten. In der 60. Minute gab es die zweite Gelb Rote Karte, wiederum wurde ein Veilsdorfer vom Platz geschickt, nachdem er erst wegen Schiedsrichterbeleidigung eine Verwarnung erhalten und nur eine Minute später seinen Ärger darüber am Gegenspieler ausgelassen hatte. Mit nur noch neun Akteuren auf dem Platz waren die Gäste in der Folgezeit um Schadensbegrenzung bemüht. Wacker zog nun ein regelrechtes Powerplay vor und im Strafraum der Veilsdorfer auf.

In der 70. Minute verließ Pohl, heute Kapitän, verletzt den Platz. Für ihn kam Kühne, der von den etwa 250 Zuschauern begeistert empfangen wurde. In der 78. Minute erhöhte Piotrowski mit einem satten Schuss aus 18 m auf 3:0. Kurz vor Ultimo brachte Jörg Weißhaupt noch Wenzel für Heise. Wackers Keeper Finsterbusch hatte einen geruhsamen Nachmittag. In der 89. Minute musste er erstmals in diesem Spiel eingreifen.

Die Gäste waren mit diesem Resultat noch gut bedient, für Wacker 90 war weit mehr drin. Allein Puc hatte innerhalb von 60 Sekunden drei Riesenmöglichkeiten, aber jedes Mal retteten Abwehrspieler für ihren bereits geschlagenen Schlussmann auf der Linie. Es hätten gut und gerne ein halbes Dutzend Tore sein können bzw. müssen. Mit diesem Sieg schob sich Wacker auf den zweiten Tabellenplatz. Den zu behaupten, wird ein schweres Stück Arbeit für die leistungsmäßig gewachsene Nordhäuser Elf.

Salza musste zur gleichen Stunde in Hildburghausen antreten und erreichte ein 0:0. Ein Spielbericht wurde leider nicht übermittelt. Weitere Ergebnisse aus der Landesklasse West: Ruhla kommt daheim gegen Bad Salzungen über ein 1:1 nicht hinaus ebenso Steinbach-Hallenberg gegen Lengenfeld 1:1 (gestern).
Autor: rh

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