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Musiker unterm Sternenzelt

Donnerstag, 20. Januar 2011, 17:06 Uhr
Musiker eines Orchesters haben meist den Blick auf ihr Notenblatt gerichtet. Am Mittwochnachmittag schauten einige unentwegt nach oben, und das hatte einen besonderen Grund...

Unterm Sternenhimmel (Foto: I. Kühn) Unterm Sternenhimmel (Foto: I. Kühn)

Damen und Herren des Loh-Orchesters Sondershausen waren zu Gast im Planetarium des Herder Gymnasiums in Nordhausen und sie hatten auch ihren Nachwuchs mitgebracht. Für Planetariums-Chef Horst Hildebrand eine besondere Herausforderung, hatte er doch bislang noch keinen Vortrag vor solch einer gemischten Gruppe und vor allem noch recht kleinen Kindern gehalten. Aber der einstige Physik- und Astronomielehrer meisterte diese Aufgabe mit Bravour und verstand es, Kinder und Erwachsene gleichermaßen für die unendliche Sternenwelt zu begeistern.

Grund des erstmaligen gemeinsamen Besuches von Künstlern des Loh-Orchesters in diesem Planetarium ist das bevorstehende 5. Sinfoniekonzert unter dem Motto „Sphärenmusik“. Generalmusikdirektor Markus L. Frank, unter dessen musikalischer Leitung dieses Sinfoniekonzert steht, und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann hatten die Idee, das kleine Planetarium zu besuchen, um sich einmal verstärkt mit dem Thema Sterne und Planeten zu befassen. Was die Besucher von Horst Hildebrand vorgeführt bekamen, war sehr beeindruckend. Erwachsene wie Kinder konnten an diesem Nachmittag neues Wissen mit nach Hause nehmen.

Das 5. Sinfoniekonzert „Sphärenmusik“ bietet Konzertfreunden Musik, die „nach den Sternen greift“. Es erklingen „Die Planeten“ von Gustav Holst. Jeder der sieben Sätze trägt den Namen eines Planeten unseres Sonnensystems. Bereits bei der Uraufführung im Jahr 1918 zeigte sich das Publikum von den großartigen Klangfarben begeistert. Dieses Stück ist das berühmteste Stück des englischen Komponisten. So können sich die Zuhörer auf einen sehr spannenden Abend freuen, in dem es noch weitere musikalische Höhepunkte geben wird, wie beispielsweise die Uraufführung von „Kosmophonia“, einem Werk, das der junge griechische Komponist Ilias Rachaniotis extra für das Loh-Orchester geschrieben hat.

Auch der Walzer op. 135 „Sphärenklänge“ von Josef Strauß wird beim 5. Sinfoniekonzert zu hören sein. Die Konzerttermine: 12. Februar, 19.30 Uhr, Haus der Kunst in Sondershausen und 13. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen. Einführung jeweils 18.45 Uhr im Foyer mit Markus L. Frank und Juliane Hirschmann
Autor: nnz

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