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Ungewohnte Sphären

Mittwoch, 19. Januar 2011, 16:22 Uhr
Nach dem umjubelnden Konzert „Hommage an Liszt“ am vergangenen Wochenende in Sondershausen und Nordhausen begibt sich das Loh-Orchester jetzt auf eine musikalische Reise ins Weltall. Also in andere Sphären...

Großes Orchester (Foto: I. Kühn) Großes Orchester (Foto: I. Kühn)

Am 12. und 13. Februar lädt das Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank zu einem Konzert ganz ungewohnten Ausmaßes an.

Auf den Bühnen im Haus der Kunst und dem Theater Nordhausen nimmt ein Loh-Orchester Platz, das um einiges größer ist, als Besucherinnen und Besucher es normalerweise gewohnt sind. Da sitzen hinten im Orchester zum Beispiel nicht wie oft üblich nur vier Hörner, sondern gleich sechs! Statt einer Harfe hört man zwei, und die Holzbläserbesetzung – im Extremfall sonst je drei Flöten, Oboen, Klarinetten und Fagotte – ist auf vier pro Instrument erweitert.

Zusammen mit einer ebenso ungewohnten Vielzahl an Streichinstrumenten wird auf der Bühne kaum ein weiterer Stuhl Platz haben. Hinzu kommen dann noch die Damen des Opernchors, die allerdings für das Publikum nicht sichtbar aus dem „off“ – von hinter der Bühne – zu hören sein werden.

Diese große Orchesterbesetzung benötigte der englische Komponist Gustav Holst für sein monumentales Werk „Die Planeten“ aus den Jahren 1914 bis 1916. Hier porträtiert er, der auch ein leidenschaftlicher Schreiber von Horoskopen war, die astrologischen Eigenschaften von sieben Planeten. Und die Musik, die er sich dazu ausdachte, ist jene gigantische Musik, wie sie auch gern zu großen Filmen verwendet wird. Es sind großartige Klangwelten, die jenen eines John Williams in nichts nachstehen. Auf diese Weise porträtierte Holst zum Beispiel den kriegerischen Mars, die Frieden bringende Venus oder den Magier Uranus.

Noch etwas Besonderes erwartet die Zuhörer in diesem Sinfoniekonzert unter dem Motto „Sphärenmusik“. Die Konzertbesucher erleben die Uraufführung eines Orchesterstückes, das der griechische Komponist Ilias Rachaniotis extra für das Loh-Orchester geschrieben hat. In seinem Werk spürt der junge Künstler der Musik der Sphären nach. Und auch hier ist nichts wie sonst: Denn Rachaniotis hat sich für sein Werk eine ganz neue und einzigartige Aufstellung des Orchesters überlegt! Was er sich bei seinem Stück gedacht hat, erfahren Zuhörer unmittelbar im Konzert, denn hier wird er selbst im Gespräch mit Markus L. Frank sein Stück vorstellen.

Karten für das 5. Sinfoniekonzert unter dem Motto „Sphärenmusik“ gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
Autor: nnz

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