Tourismus am Kohnstein?
Mittwoch, 16. April 2003, 10:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr hatte die CDU-Stadtratsfraktion der Verwaltung einen Auftrag erteilt. Inhalt: Eine Voruntersuchung zur Erstellung eines Konzeptes über das Naherholungsgebiet Kohnstein. Das Konzept liegt jetzt vor. nnz hat es sich angesehen.
Untersucht wurde zuerst ein Interessensabgleich mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, darüber sollten die mitunter sehr verworrenen und schwierigen Besitzverhältnisse an Wald, Wegen, Straßen, Teichen und Wiesen entflechtet dargestellt werden. Die Untersuchung sollte darüber hinaus Klarheit über schützenswerte Biotope, über die freizeitsportliche Nutzung (Wandern) und den ruhenden Verkehr bringen.
Der Kohnstein ist bereits im regionalen Raumordnungsplan Nordthüringen als Fremdenverkehrs- und Erholungsbereich ausgewiesen, im aktuellen Flächennutzungsplan der Stadt ist der Kohnstein als ökologisch und landschaftlich wertvoller Stadtraum bewertet. In der Voruntersuchung wird wegen der Nähe zur Gedenkstätte eine besonders laute, aktive und bewegungsorientierte sportliche Betätigung in diesem Bereich des Kohnsteins ausgeschlossen. Das habe sich auch bei Gesprächen mit Mitarbeitern der Gedenkstätte im Vorfeld der Erstellung dieser Untersuchung ergeben. Die Gedenkstättenleitung habe allerdings eine uneingeschränkte Wegenutzung auf ihrem Gelände für Wanderer und Fußgänger gestattet, so Pressesprecher Patrick Grabe gegenüber nnz.
Alle Nutzungen, die die Würde des Ortes verletzen können, zum Beispiel Sport, werden durch die Stadt abgelehnt und in der Planung nicht berücksichtigt. Im übrigen hat die Nordhäuser Oberbürgermeisterin beim Gespräch mit dem Beirat ehemaliger Häftlinge vorgeschlagen, dass die seit 2000 bestehende Arbeitsgruppe zur Umgestaltung der Gedenkstätte in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes einbezogen wird.
Autor: nnzUntersucht wurde zuerst ein Interessensabgleich mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, darüber sollten die mitunter sehr verworrenen und schwierigen Besitzverhältnisse an Wald, Wegen, Straßen, Teichen und Wiesen entflechtet dargestellt werden. Die Untersuchung sollte darüber hinaus Klarheit über schützenswerte Biotope, über die freizeitsportliche Nutzung (Wandern) und den ruhenden Verkehr bringen.
Der Kohnstein ist bereits im regionalen Raumordnungsplan Nordthüringen als Fremdenverkehrs- und Erholungsbereich ausgewiesen, im aktuellen Flächennutzungsplan der Stadt ist der Kohnstein als ökologisch und landschaftlich wertvoller Stadtraum bewertet. In der Voruntersuchung wird wegen der Nähe zur Gedenkstätte eine besonders laute, aktive und bewegungsorientierte sportliche Betätigung in diesem Bereich des Kohnsteins ausgeschlossen. Das habe sich auch bei Gesprächen mit Mitarbeitern der Gedenkstätte im Vorfeld der Erstellung dieser Untersuchung ergeben. Die Gedenkstättenleitung habe allerdings eine uneingeschränkte Wegenutzung auf ihrem Gelände für Wanderer und Fußgänger gestattet, so Pressesprecher Patrick Grabe gegenüber nnz.
Alle Nutzungen, die die Würde des Ortes verletzen können, zum Beispiel Sport, werden durch die Stadt abgelehnt und in der Planung nicht berücksichtigt. Im übrigen hat die Nordhäuser Oberbürgermeisterin beim Gespräch mit dem Beirat ehemaliger Häftlinge vorgeschlagen, dass die seit 2000 bestehende Arbeitsgruppe zur Umgestaltung der Gedenkstätte in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes einbezogen wird.
