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nnz-Forum: Größenwahn!

Donnerstag, 13. Januar 2011, 17:35 Uhr
„Jawohl, das haben wir gemacht - Mit Zuckerwasser fängt man Bienen, diese alte Binsenweisheit haben einige Sozialdemokraten des Stadtrates der Stadt Nordhausen noch nie gehört." So beginnt das Statement des FDP-Fraktionsvorsitzenden Martin Höfer...


Bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die politischen und demokratischen Mitbewerber einzuschlagen, ist schon hochkarätiges demokratisches Fehlverhalten. Zu behaupten ALLE IDEEN, wie die Flohburg oder die Stadtbibliothek und, und, und stammten von der SPD-Fraktion erinnert schon stark an das Krankheitsbild von Zwergen – Größenwahn!!!

Hält das Herr Wienninger eigentlich für besonders zweckmäßig, bei den gegenwärtigen politischen Meinungsverschiedenheiten wieder und immer wieder gerade mühsam zusammengeklebtes Porzellan neu zu zerschlagen, immer wieder den politischen Mitbewerber mit Halbwahrheiten und ihn ständig mit schon gebetsmühlenartigen Wiederholungen zu provozieren.

Wenn dreizehn Stadträte im Stadtrat von der SPD gestellt werden, stellt sich doch die Frage, warum macht Herr Wienniger eine Pressekonferenz mit ausgerechnet den beiden parteilosen und neuen und noch relativ unerfahrenen Stadträten. Es dokumentiert nicht so unbedingt die sozialdemokratische Geschlossenheit.

Wenn diese Stadträte auch noch die Äußerungen betreffend der letzten Wahlen „das haben wir gemacht“ nicht gut finden, nach dem Herr Wienninger diese Slogan kurz vorher ausdrücklich gut gefunden hat und auch heute noch findet, macht das zumindest einen aufmerksamen Leser nachdenklich.

Eine andere unglückliche Behauptung ist: „die anderen Parteien hätten keinen Wahlkampf gemacht!“ – "Keinen" ist unzutreffend, nur eben einen fairen! Herr Jendricke ist aus einer ganzen Menge von Gründen nicht wählbar. Bei seinen Auftritten dominiert eine spürbare unsoziale Überheblichkeit.

Seine Unkorrektheiten in der Vergangenheit sind eben auch noch nicht vergessen, ich darf daran erinnern, die Verletzung des Datenschutzes gegenüber angesehenen Bürgern (zum Beispiel die Pressemitteilung über einen Bürger betreffend der Führung eines Doktortitels). Der letzte Schnellschuss mit dem Obdachlosenhaus, woraus eine Dienstaufsichtsbeschwerde des Landrates die Folge ist. Wenn Frau Rathenau in dem Pressegespräch deutlich sagt, dass es wohl keinen Bewerber gäbe „der Herrn Jendricke“ das Wasser reichen könne – könnte sie sogar recht haben.

Die Ironie der endlosen Geschichte ist doch eigentlich die Tatsache, dass sich Herr Jendricke mit seinem Stand, vor seinem eigenen Amtsbeginn hätte niemals nach dem heutigen Ausschreibungstext bewerben können, denn nichts, von den heute gestellten Forderungen im Ausschreibungstext, hätte bei ihm vor sechs Jahren auf ihn zugetroffen.

Mit der Forderung, dass der Bewerber fünf Jahre kommunalpolitische Leitungs- Erfahrung haben muss, organisiert man hier eigentlich konkret politische Inzucht, denn gebildete unbedarfte „Nichtpolitiker“ sind von vornherein chancenlos.
Martin Höfer, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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