Bildungsoffensive gefordert
Freitag, 11. April 2003, 19:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordthüringer GRÜNEN befürworten die Initiative der Bundesregierung für die Verbesserung der Bildung in unserem Land. Was sich genau in Thüringen ändern soll, das können Sie im Forum der nnz nachlesen.
Das ist ein guter Schritt, dem kleinstaaterischen Denken in der Bildungspolitik, auf dem Rücken der schulpflichtigen Mädchen und Jungen, entgegenzuwirken. Dazu werden unseres Erachtens nach auch die angestrebten einheitlichen Bildungsstandards beitragen.
Auch das Bestreben, die Ganztagschule zu fördern und auszuweiten, wird von uns sehr begrüßt. Leider hat der Thüringische Kultusminister Krapp erst dieser Tage wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass er die Ganztagsschuleninitiative der Bundesregierung unterlaufen will, weil ihm und der CDU-Führung in Thüringen dieses Konzept offensichtlich aus ideologischen Gründen nicht passt.
Die Einführung der an sich unterstützenswerten sog. Schuljugendarbeit ist da das Mittel zum Zweck, für das dann auch noch das Geld durch die Kürzung der Jugendpauschale abgezogen wird. Außerdem wurden die Förderbedingungen so gestaltet, dass sie durch die Eigenbeteiligung der Träger oder aber durch den damit verbundenen bürokratischen Aufwand die Mittel zumindest teilweise nicht in Anspruch genommen werden.
Obwohl die Pisa-Studie die Nachteile des getrennten Lernens einerseits und andererseits die - ganz frischen Ergebnisse des - Iglu-Schreibtestes die Vorteile des gemeinsamen Lernens nachgewiesen haben, hält man im Thüringer Kultusministerium stur an dem frühen Auseinanderreißen der Kinder aus ihrem gewohnten Klassenverband nach der vierten Klasse fest. Das Schlimme daran ist, dass es sich hier letztlich um eine Sozialauswahl handelt und weniger um eine Auswahl nach dem Leistungspotenzial.
Deshalb fordern die GRÜNEN Nordthüringens den Thüringischen Kultusminister auf, endlich die Fakten anzuerkennen und den Thüringer Schülern die Vorteile eines wesentlich längeren, gemeinsamen Lernens zu ermöglichen, so wie es u.a. auch GEW und IHK in Thüringen fordern. Es muss Schluss sein, diese Vorschläge in erhabener Behäbigkeit als anmaßend zu diffamieren.
Michael Hoffmeier, Bündnis90/Die Grünen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Das ist ein guter Schritt, dem kleinstaaterischen Denken in der Bildungspolitik, auf dem Rücken der schulpflichtigen Mädchen und Jungen, entgegenzuwirken. Dazu werden unseres Erachtens nach auch die angestrebten einheitlichen Bildungsstandards beitragen.
Auch das Bestreben, die Ganztagschule zu fördern und auszuweiten, wird von uns sehr begrüßt. Leider hat der Thüringische Kultusminister Krapp erst dieser Tage wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass er die Ganztagsschuleninitiative der Bundesregierung unterlaufen will, weil ihm und der CDU-Führung in Thüringen dieses Konzept offensichtlich aus ideologischen Gründen nicht passt.
Die Einführung der an sich unterstützenswerten sog. Schuljugendarbeit ist da das Mittel zum Zweck, für das dann auch noch das Geld durch die Kürzung der Jugendpauschale abgezogen wird. Außerdem wurden die Förderbedingungen so gestaltet, dass sie durch die Eigenbeteiligung der Träger oder aber durch den damit verbundenen bürokratischen Aufwand die Mittel zumindest teilweise nicht in Anspruch genommen werden.
Obwohl die Pisa-Studie die Nachteile des getrennten Lernens einerseits und andererseits die - ganz frischen Ergebnisse des - Iglu-Schreibtestes die Vorteile des gemeinsamen Lernens nachgewiesen haben, hält man im Thüringer Kultusministerium stur an dem frühen Auseinanderreißen der Kinder aus ihrem gewohnten Klassenverband nach der vierten Klasse fest. Das Schlimme daran ist, dass es sich hier letztlich um eine Sozialauswahl handelt und weniger um eine Auswahl nach dem Leistungspotenzial.
Deshalb fordern die GRÜNEN Nordthüringens den Thüringischen Kultusminister auf, endlich die Fakten anzuerkennen und den Thüringer Schülern die Vorteile eines wesentlich längeren, gemeinsamen Lernens zu ermöglichen, so wie es u.a. auch GEW und IHK in Thüringen fordern. Es muss Schluss sein, diese Vorschläge in erhabener Behäbigkeit als anmaßend zu diffamieren.
Michael Hoffmeier, Bündnis90/Die Grünen
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Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
