Handballer mit Erfolg zum Jahresauftakt
Montag, 10. Januar 2011, 07:03 Uhr
Auch zu Beginn des neuen Jahres verteidigten die Männer des Nordhäuser Sportvereins (NSV) ihre Heimspiel-Festung gegen einen ungestüm anrennenden Favoriten aus dem Nessetal nahe Gotha. Der ausführliche Spielbericht von Frank Ollech...
Es war ein Kraftakt, den die Spieler am Samstag auf dem Parkett der Ballspielhalle absolvierten. Die Begegnung hatte alles was der Handballsport zu bieten hatte. Auf einiges davon hätten die 400 Zuschauer gern verzichtet. Denn die Begegnung bekommt angesichts von zwölf Zeitstrafen, eine Disqualifikation durch 3x2 Minuten und fünf Disqualifikationen durch Unsportlichkeit, davon zwei mit Passeinzug, den faden Beigeschmack einer Schlacht.
Gästespieler Michael Stegner eröffnete den Torreigen durch einen verwandelten Strafwurf. Stefan Fuhrmann beantwortete die Kampfansage postwendend mit dem Ausgleich. Er kam erst kurz vor Spielbeginn in den Kader. Seine Daumenverletzung wurde behandelt und zu diesem Spiel erhielt er eigens einen Tapeverband. Die medizinische Abteilung um Volker Probst tat alles um den Kanonier fit zu bekommen.
Bis zum 1:3 aus Sicht des NSV, wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Doch plötzlich kam Sand ins Getriebe, der ansonsten so homogene Ligaprimus offenbarte ungewöhnliche Schwächen für einen Aufstiegskandidaten. Mit einem Doppelschlag von Thomas Riemekasten war die Begegnung wieder offen. Nervosität kam bei den Gästen auf. Das änderte sich auch nach ihrer erneuten Zwei-Tore-Führung zum 5:3 nicht. So konnten sie den NSV nicht abschütteln. Als sie dann auch noch, beim Stand von 5:5, den ersten von drei Strafwürfen vergaben lagen die Nerven blank. Mit sich und dem Spiel unzufrieden erhöhte sich die Fehlerquote zusehens.
Der NSV Angriff mit seinem ruhigen Spielaufbau zog alle Register und wurde immer stärker. Angetrieben von einer aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr, organisiert von Michael Spiel und Marco Holznagel, liefen sie nach der 21. Spielminute zur Höchstform auf. Gleich fünf Treffer in Folge bescherten eine 14:10 Führung. Die 14:12 Halbzeitführung ein erster Teilerfolg für den NSV.
Der Südharzexpress hatte den Intercity zumindest nach 30 Spielminuten hinter sich gelassen. Ausschlaggebend war die niedrige Nordhäuser Fehlerquote. So ließen sie nur sechs Feldtreffer und vier Tempogegenstöße zu, zwei mal waren die Gäste vom Punkt erfolgreich. Für den besten Angriff der Liga einfach zu wenig.
Dies sollte sich zumindest in den zweiten 30 Spielminuten aus Sicht der Gäste ändern. Das 15:14 eine Kampfansage die die Hausherren gern annahmen. So sehr sich auch Goldbach/Hochheim bemühte, der Erfolg blieb ihnen im weiteren Spielverlauf verwehrt. Nach einer äußerst hart umkämpften zweiten Halbzeit traten der Aufstiegsaspiranten mit einer ärgerliche Niederlage von 30:26 die Heimreise an. Faire Gratulation nach dem Spiel zur überzeugenden Leistung von den Nessetalern an die NSV Spieler. Die Gäste wussten, dass sie sich durch ihre ungestüme Spielweise selbst um den Erfolg brachten.
Angesichts des unerwarteten Punkteregens waren die Blessuren schnell vergessen und Jubel angesagt. Ein wirklich tolles Mannschaftsergebnis mit einem überragenden Steffan Fuhrmann mit 10 Treffern. Aber auch Andre Elster und Thomas Riemekasten standen mit sechs dem nicht viel nach. Neben der starken Abwehrarbeit zeichnete sich auch Sören Ahlert zwischen den Posten wieder aus.
Ob Torjäger, Abwehrspezialist, Torhüter, Regisseur oder Vorbereiter, das Zusammenspiel aller brachte den Erfolg. Mit diesem Selbstvertrauen geht es zum nächsten Heimspiel, schon in einer Woche, gegen den Vfb TM Mühlhausen. Das lang erwartete Nordderby steigt am Samstag ab 19:00 Uhr. Schon jetzt erwartet der NSV eine rappelvolle Ballspielhalle.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Kay Näther / Steffan Fuhrmann 10/ Christian Müller/ Andreas Ramonat/ Thomas Riemekasten 6/ Martin Stritzel/ Matthias Thiele 3/ Michael Spieß 1/ Marco Holznagel/Marcel Effenberger/ Sebastian Kreutz 2/ Andre Elster 6
Autor: nnzEs war ein Kraftakt, den die Spieler am Samstag auf dem Parkett der Ballspielhalle absolvierten. Die Begegnung hatte alles was der Handballsport zu bieten hatte. Auf einiges davon hätten die 400 Zuschauer gern verzichtet. Denn die Begegnung bekommt angesichts von zwölf Zeitstrafen, eine Disqualifikation durch 3x2 Minuten und fünf Disqualifikationen durch Unsportlichkeit, davon zwei mit Passeinzug, den faden Beigeschmack einer Schlacht.
Gästespieler Michael Stegner eröffnete den Torreigen durch einen verwandelten Strafwurf. Stefan Fuhrmann beantwortete die Kampfansage postwendend mit dem Ausgleich. Er kam erst kurz vor Spielbeginn in den Kader. Seine Daumenverletzung wurde behandelt und zu diesem Spiel erhielt er eigens einen Tapeverband. Die medizinische Abteilung um Volker Probst tat alles um den Kanonier fit zu bekommen.
Bis zum 1:3 aus Sicht des NSV, wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Doch plötzlich kam Sand ins Getriebe, der ansonsten so homogene Ligaprimus offenbarte ungewöhnliche Schwächen für einen Aufstiegskandidaten. Mit einem Doppelschlag von Thomas Riemekasten war die Begegnung wieder offen. Nervosität kam bei den Gästen auf. Das änderte sich auch nach ihrer erneuten Zwei-Tore-Führung zum 5:3 nicht. So konnten sie den NSV nicht abschütteln. Als sie dann auch noch, beim Stand von 5:5, den ersten von drei Strafwürfen vergaben lagen die Nerven blank. Mit sich und dem Spiel unzufrieden erhöhte sich die Fehlerquote zusehens.
Der NSV Angriff mit seinem ruhigen Spielaufbau zog alle Register und wurde immer stärker. Angetrieben von einer aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr, organisiert von Michael Spiel und Marco Holznagel, liefen sie nach der 21. Spielminute zur Höchstform auf. Gleich fünf Treffer in Folge bescherten eine 14:10 Führung. Die 14:12 Halbzeitführung ein erster Teilerfolg für den NSV.
Der Südharzexpress hatte den Intercity zumindest nach 30 Spielminuten hinter sich gelassen. Ausschlaggebend war die niedrige Nordhäuser Fehlerquote. So ließen sie nur sechs Feldtreffer und vier Tempogegenstöße zu, zwei mal waren die Gäste vom Punkt erfolgreich. Für den besten Angriff der Liga einfach zu wenig.
Dies sollte sich zumindest in den zweiten 30 Spielminuten aus Sicht der Gäste ändern. Das 15:14 eine Kampfansage die die Hausherren gern annahmen. So sehr sich auch Goldbach/Hochheim bemühte, der Erfolg blieb ihnen im weiteren Spielverlauf verwehrt. Nach einer äußerst hart umkämpften zweiten Halbzeit traten der Aufstiegsaspiranten mit einer ärgerliche Niederlage von 30:26 die Heimreise an. Faire Gratulation nach dem Spiel zur überzeugenden Leistung von den Nessetalern an die NSV Spieler. Die Gäste wussten, dass sie sich durch ihre ungestüme Spielweise selbst um den Erfolg brachten.
Angesichts des unerwarteten Punkteregens waren die Blessuren schnell vergessen und Jubel angesagt. Ein wirklich tolles Mannschaftsergebnis mit einem überragenden Steffan Fuhrmann mit 10 Treffern. Aber auch Andre Elster und Thomas Riemekasten standen mit sechs dem nicht viel nach. Neben der starken Abwehrarbeit zeichnete sich auch Sören Ahlert zwischen den Posten wieder aus.
Ob Torjäger, Abwehrspezialist, Torhüter, Regisseur oder Vorbereiter, das Zusammenspiel aller brachte den Erfolg. Mit diesem Selbstvertrauen geht es zum nächsten Heimspiel, schon in einer Woche, gegen den Vfb TM Mühlhausen. Das lang erwartete Nordderby steigt am Samstag ab 19:00 Uhr. Schon jetzt erwartet der NSV eine rappelvolle Ballspielhalle.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Kay Näther / Steffan Fuhrmann 10/ Christian Müller/ Andreas Ramonat/ Thomas Riemekasten 6/ Martin Stritzel/ Matthias Thiele 3/ Michael Spieß 1/ Marco Holznagel/Marcel Effenberger/ Sebastian Kreutz 2/ Andre Elster 6





















