Neues aus Limlingerode
Mittwoch, 09. April 2003, 11:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Fast wöchentlich gibt es Nachrichten aus der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode im Landkreis Nordhausen. Auch heute haben wir wieder einige Neuigkeiten für Sie zusammengefasst.
Die Kreisvolkshochschule Nordhausen und das Senioren- und Begegnungszentrum laden am Dienstag, 15. April 2003, zur nächsten Veranstaltung Kunst und Co. ein. Dieses Mal ist die Dichterstätte in Limlingerode Ort der Kunst- und Literaturbegegnung. Wer daran teilnehmen möchte, melde sich spätestens bis zum 14.04.2003 persönlich oder telefonisch (03631/881053) in der Stolberger Straße 131 an. Es besteht die Möglichkeit, mit dem Linienbus um 12.20 Uhr vom Busbahnsteig 1 vom Bahnhofsplatz nach Limlingerode zu fahren und um 16.20 Uhr zurück. Treffpunkt wäre dann um 12.10 Uhr. Selbstverständlich ist auch eine private Anfahrt möglich. Die Veranstaltung in Limlingerode beginnt breits um 13.45 Uhr. Es warten mehrere angenehme Überraschungen auf die Teilnehmer.
Das ist 'ne Art Kulturhaus und basta
Seit dem das Haus Lange Reihe 11 in Limlingerode der Dichterstätte Sarah Kirsch eine Heimstatt bietet, kommen immer wieder Fragen, ob man das Geburtshaus Sarah Kirschs besichtigen kann. In diesem Haus ist kein Museum für die bekannteste Lyrikerin Deutschlands untergebracht, also ist eine Besichtigung im üblichen Sinne nicht möglich. Zur Zeit hat die Dichterstätte einmal im Monat am Samstag geöffnet, und zwar dann, wenn es Veranstaltungen gibt, die jeweils um 14.30 Uhr beginnen.
Sarah Kirsch hat es in ihrem Brief, den sie für die Publikationsreihe des Fördervereins Briefe von Lange Reihe 11 schrieb, auf den Punkt gebracht: Ich will ja keene mitm Museum zu Lebzeiten sein. Das ist ne Art Kulturhaus und basta. Meine Thüringerinnen werden keenen Personenkult treiben ... Genauso handhaben wir es! Sarah Kirsch ist die Poetin, die uns durch ihre dichterische Kraft Impulse gibt, Literatur und Kunst in ihrer großen Vielfalt in der Dichterstätte vorzustellen. Das ist in den vergangenen Monaten seit der Eröffnung bereits fünfmal geschehen und jedes Mal waren die Stuhlreihen gut besetzt.
Am Beispiel des Dichters Peter Huchel kann man gut belegen, worin die Mitglieder des Fördervereins ihre Aufgabe sehen. Peter Huchel, vor hundert Jahren geboren, gehört zu den Dichterpersönlichkeiten, deren Namen im Poetenverzeichnis der Zeit Bestand haben werden. Deshalb wurde ihm auch zur Eröffnung der Dichterstätte am 1. Adventsonntag 2002 eine besondere Rolle zugebilligt. Einer der jüngeren Huchel-Experten Deutschlands, Dr. Peter Walther, stellte den Poeten in einem sehr interessanten Beitrag vor, der die neuesten Forschungsergebnisse über diese komplexe Persönlichkeit enthielt.
Gleichzeitig las an diesem Sonntag der Dichter Lutz Seiler, der auch Leiter der Peter-Huchel-Gedenkstätte in Wilhelmshorst bei Potsdam ist. Außerdem war der jetzige Chefredakteur der in ganz Deutschland sehr bekannten Literaturzeitschrift Sinn und Form, Dr. Sebastian Kleinschmidt, in Limlingerode und sprach über Lutz Seiler. Diese drei Herren kamen mit Sarah Kirsch ins Gespräch und waren sich einig, dass der Lyriker Peter Huchel überhaupt erst richtig im vereinten Deutschland ins Bewusstsein gerückt werden muss.
Sarah Kirsch erklärte sich bereit, über das Gedicht Hubertusweg, so die Adresse Huchels in Wilhelmshorst bis 1971, bevor er nach Westdeutschland aussiedelte, ihre Interpretation zu schreiben. So fügte sich ein umfassendes Bild. Jetzt, da der 100. Geburtstag Huchels am 03.04.2003 durch die Medien ging, erreichten die Dichterstätte zwei Broschüren, in denen die im Dezember 2002 gehaltenen Vorträge und Sarah Kirschs Beitrag gedruckt vorliegen. So ist die Arbeit des Fördervereins konzipiert. Am literarischen Nerv der Zeit sein und andere Interessierte daran teilhaben lassen.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzDie Kreisvolkshochschule Nordhausen und das Senioren- und Begegnungszentrum laden am Dienstag, 15. April 2003, zur nächsten Veranstaltung Kunst und Co. ein. Dieses Mal ist die Dichterstätte in Limlingerode Ort der Kunst- und Literaturbegegnung. Wer daran teilnehmen möchte, melde sich spätestens bis zum 14.04.2003 persönlich oder telefonisch (03631/881053) in der Stolberger Straße 131 an. Es besteht die Möglichkeit, mit dem Linienbus um 12.20 Uhr vom Busbahnsteig 1 vom Bahnhofsplatz nach Limlingerode zu fahren und um 16.20 Uhr zurück. Treffpunkt wäre dann um 12.10 Uhr. Selbstverständlich ist auch eine private Anfahrt möglich. Die Veranstaltung in Limlingerode beginnt breits um 13.45 Uhr. Es warten mehrere angenehme Überraschungen auf die Teilnehmer.
Das ist 'ne Art Kulturhaus und basta
Seit dem das Haus Lange Reihe 11 in Limlingerode der Dichterstätte Sarah Kirsch eine Heimstatt bietet, kommen immer wieder Fragen, ob man das Geburtshaus Sarah Kirschs besichtigen kann. In diesem Haus ist kein Museum für die bekannteste Lyrikerin Deutschlands untergebracht, also ist eine Besichtigung im üblichen Sinne nicht möglich. Zur Zeit hat die Dichterstätte einmal im Monat am Samstag geöffnet, und zwar dann, wenn es Veranstaltungen gibt, die jeweils um 14.30 Uhr beginnen.
Sarah Kirsch hat es in ihrem Brief, den sie für die Publikationsreihe des Fördervereins Briefe von Lange Reihe 11 schrieb, auf den Punkt gebracht: Ich will ja keene mitm Museum zu Lebzeiten sein. Das ist ne Art Kulturhaus und basta. Meine Thüringerinnen werden keenen Personenkult treiben ... Genauso handhaben wir es! Sarah Kirsch ist die Poetin, die uns durch ihre dichterische Kraft Impulse gibt, Literatur und Kunst in ihrer großen Vielfalt in der Dichterstätte vorzustellen. Das ist in den vergangenen Monaten seit der Eröffnung bereits fünfmal geschehen und jedes Mal waren die Stuhlreihen gut besetzt.
Am Beispiel des Dichters Peter Huchel kann man gut belegen, worin die Mitglieder des Fördervereins ihre Aufgabe sehen. Peter Huchel, vor hundert Jahren geboren, gehört zu den Dichterpersönlichkeiten, deren Namen im Poetenverzeichnis der Zeit Bestand haben werden. Deshalb wurde ihm auch zur Eröffnung der Dichterstätte am 1. Adventsonntag 2002 eine besondere Rolle zugebilligt. Einer der jüngeren Huchel-Experten Deutschlands, Dr. Peter Walther, stellte den Poeten in einem sehr interessanten Beitrag vor, der die neuesten Forschungsergebnisse über diese komplexe Persönlichkeit enthielt.
Gleichzeitig las an diesem Sonntag der Dichter Lutz Seiler, der auch Leiter der Peter-Huchel-Gedenkstätte in Wilhelmshorst bei Potsdam ist. Außerdem war der jetzige Chefredakteur der in ganz Deutschland sehr bekannten Literaturzeitschrift Sinn und Form, Dr. Sebastian Kleinschmidt, in Limlingerode und sprach über Lutz Seiler. Diese drei Herren kamen mit Sarah Kirsch ins Gespräch und waren sich einig, dass der Lyriker Peter Huchel überhaupt erst richtig im vereinten Deutschland ins Bewusstsein gerückt werden muss.
Sarah Kirsch erklärte sich bereit, über das Gedicht Hubertusweg, so die Adresse Huchels in Wilhelmshorst bis 1971, bevor er nach Westdeutschland aussiedelte, ihre Interpretation zu schreiben. So fügte sich ein umfassendes Bild. Jetzt, da der 100. Geburtstag Huchels am 03.04.2003 durch die Medien ging, erreichten die Dichterstätte zwei Broschüren, in denen die im Dezember 2002 gehaltenen Vorträge und Sarah Kirschs Beitrag gedruckt vorliegen. So ist die Arbeit des Fördervereins konzipiert. Am literarischen Nerv der Zeit sein und andere Interessierte daran teilhaben lassen.
Heidelore Kneffel
