Rollstuhlgerechter Wohnraum fehlt
Dienstag, 08. April 2003, 12:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Es fehlt - vor allem in der Nordhäuser Stadtmitte - an Wohnraum, der für Rollstuhlfahrer geeignet ist, nennt der städtische Beigeordnete Dr. Klaus Gebhardt als ein wichtiges Ergebnis einer Befragung von Behinderten- und Seniorenverbänden der Stadt in den vergangenen Wochen. nnz nennt weitere Details.
Dr. Gebhardt hatte die Behindertenverbände und den Seniorenbeirat um Hinweise gebeten, in welchen Bereichen der Stadt – auf die die Verwaltung Einfluss hat – Verbesserungen nötig seien. Die beiden großen Wohnungsunternehmen – Städtische Wohnungsbaugesellschaft und Wohnungsbaugenossenschaft – hätten erklärt, dass das Schaffen von rollstuhlgerechtem Wohnraum nur eingeschränkt möglich sei. Dr. Gebhardt: Vor allem in Plattenbauten im Stadtzentrum sei es schwierig, die vorhandenen Grundrisse zu ändern. So sei zum Beispiel die Größe der Badezimmer standardisiert und nicht veränderbar. Lediglich in ausreichend großen Erdgeschoss-Wohnungen könne man das Bad in ein anderes Zimmer verlegen, da auch die Ver- und Entsorgungsrohre im Keller umverlegt werden könnten.
Beide Wohnungsunternehmen seien sich des Defizits rollstuhlgeeigneter Wohnungen bewusst und hätten darauf verwiesen, dass man bei den anstehenden Sanierungen - zum Beispiel auf der Ostseite der Rautenstraße – behinderten- bzw. seniorenfreundlich umbauen werde. Das ist wichtig, denn die Behinderten brauchen zur Teilnahme am öffentlichen Leben eine zentrale Wohnungslage, sagte Dr. Gebhardt.
Fehlende behindertengerechte Umkleidekabinen in den Geschäften seien von den Verbänden ebenfalls als Mangel genannt worden; Sehbehinderte hätten auf ihre Probleme mit Werbeanlagen bzw. Absperrungen mitten auf dem Gehweg und auf die teilweise schlechte Erreichbarkeit von Geschäften, Gaststätten und Museen hingewiesen, sagte der Beigeordnete. Insgesamt hätten sich die Verbände positiv zur Zusammenarbeit mit Stadt und Landesgartenschaugesellschaft geäußert.
Beispielsweise hätten Blindenverband und Seniorenbeirat begrüßt, dass sie in die Planungen zu Ampelanlagen und Projekten zu Kern- und Begleitmaßnahmen der Landesgartenschau eingebunden gewesen seien. Darüber hinaus weisen auch wir als Stadträte regelmäßig auf das Schaffen von barrierefreien Zugängen – zum Beispiel zu Schulen – hin, so der Beigeordnete.
Autor: nnzDr. Gebhardt hatte die Behindertenverbände und den Seniorenbeirat um Hinweise gebeten, in welchen Bereichen der Stadt – auf die die Verwaltung Einfluss hat – Verbesserungen nötig seien. Die beiden großen Wohnungsunternehmen – Städtische Wohnungsbaugesellschaft und Wohnungsbaugenossenschaft – hätten erklärt, dass das Schaffen von rollstuhlgerechtem Wohnraum nur eingeschränkt möglich sei. Dr. Gebhardt: Vor allem in Plattenbauten im Stadtzentrum sei es schwierig, die vorhandenen Grundrisse zu ändern. So sei zum Beispiel die Größe der Badezimmer standardisiert und nicht veränderbar. Lediglich in ausreichend großen Erdgeschoss-Wohnungen könne man das Bad in ein anderes Zimmer verlegen, da auch die Ver- und Entsorgungsrohre im Keller umverlegt werden könnten.
Beide Wohnungsunternehmen seien sich des Defizits rollstuhlgeeigneter Wohnungen bewusst und hätten darauf verwiesen, dass man bei den anstehenden Sanierungen - zum Beispiel auf der Ostseite der Rautenstraße – behinderten- bzw. seniorenfreundlich umbauen werde. Das ist wichtig, denn die Behinderten brauchen zur Teilnahme am öffentlichen Leben eine zentrale Wohnungslage, sagte Dr. Gebhardt.
Fehlende behindertengerechte Umkleidekabinen in den Geschäften seien von den Verbänden ebenfalls als Mangel genannt worden; Sehbehinderte hätten auf ihre Probleme mit Werbeanlagen bzw. Absperrungen mitten auf dem Gehweg und auf die teilweise schlechte Erreichbarkeit von Geschäften, Gaststätten und Museen hingewiesen, sagte der Beigeordnete. Insgesamt hätten sich die Verbände positiv zur Zusammenarbeit mit Stadt und Landesgartenschaugesellschaft geäußert.
Beispielsweise hätten Blindenverband und Seniorenbeirat begrüßt, dass sie in die Planungen zu Ampelanlagen und Projekten zu Kern- und Begleitmaßnahmen der Landesgartenschau eingebunden gewesen seien. Darüber hinaus weisen auch wir als Stadträte regelmäßig auf das Schaffen von barrierefreien Zugängen – zum Beispiel zu Schulen – hin, so der Beigeordnete.
