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Mal wieder ein Anstieg

Dienstag, 04. Januar 2011, 11:00 Uhr
Unter zehn Prozent liegt die Quote im Dezember, jedoch stieg die Zahl der Arbeitslosen an. Die nnz hat nachgefragt.


Der frühzeitiger Winteranfang habe vor allem in der Baubranche reingehauen, konstatiert der Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur, Karsten Froböse, bei der Vorstellung der Zahlen des Monats Dezember. Abgenommen hat auch die Zahl der Förderinstrumente, ein Trend, der sich in diesem Jahr fortsetzen werde. Gegenüber dem Vorjahr sieht es jedoch immer noch positiv aus.

Offiziell ausgewiesen wurden in den Landkreisen Nordhausen, Eichsfeld sowie im Kyffhäuserkreis 14.262 Frauen und Männer, die arbeitslos gemeldet waren, denen gesellen sich 6.209 hinzu, die keinen „wettbewerbsfähigen Job“ haben, dennoch aber nicht erfasst werden. Die sind im zweiten Arbeitsmarkt oder in einer Fördermaßnahme integriert.

Froböse sprach bei heutigen Vorstellung von Erfolgen des zurückliegenden Jahres. Ein Beispiel: Registrierte die Nordhäuser Agentur im Jahr 2009 noch rund 17.500 Arbeitslosmeldungen, so waren es im vergangenen Jahr 14.776 Meldungen in die Arbeitslosigkeit. Besonders bemerkenswert und erfreulich sei für Froböse der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen von 11,9 % (2009) auf 8,7% im Jahr 2010. Es gab im vergangenen Jahr mehr Rückkehrer in den ersten Arbeitsmarkt als Arbeitslosmeldungen.

Insgesamt ist alles sehr gut gelaufen, resümierte Karsten Froböse für das zurückliegende Jahr. Doch wie sieht es in diesem Jahr aus? Die Beantwortung dieser Frage ist (wie immer) ein Orakel. „Es sieht weiterhin gut aus, für die Quote und für die Zahlen der Arbeitslosen. Jobverluste im Baubereich könnten durch eine gute Auftragslage in der Industrie ausgeglichen werden“, so Froböse auf nnz-Nachfrage.

Im April dieses Jahres könnte es einen Einschnitt geben. Dann die Entscheidung zur Optionskommune fallen, für die sich der Landkreis Nordhausen beworben hat. Die hält Froböse nicht für das „Non-Plus-Ultra“, verweist dabei auf die Möglichkeit, bei der Aufrechterhaltung der Arbeitsgemeinschaft mehr Menschen in den ersten Arbeitsmarkt integrieren zu können. Jedoch akzeptiere er die demokratische Entscheidung des Kreistages. Auch wenn es die Entscheidung „Pro Option“ geben würde, dann könne man sich seitens der Agentur weitere Zusammenarbeiten mit der Kommune durchaus vorstellen.

Die nnz wird über die aktuellen Zahlen des Dezember 2010 heute noch ausführlich berichten
Autor: nnz

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