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Politprominenz in Werther

Sonntag, 06. April 2003, 12:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Noch eine Woche bis zur Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Werther. Die Parteien blasen zum Finale. Die eine eher zurückhalten, die CDU geht in die Offensive. Die Christdemokraten holten gestern sogar eine Ministerin nach Werther.


Krug, Diezel Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Werther weilte am Samstag die Thüringer Finanzministerin Birgit Diezel im Hotel "Zur Hoffnung". Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Vorsitzenden der CDU Werther, Gerold Reinhardt, übernahm die Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters Michaela Krug das Wort. Sie stellte kurz und prägnant ihr Programm für die Zukunft der Gemeinde dar. Insbesondere ging sie hierbei auf Fragen von Ordnung und Sicherheit ein. Auch Fragen zur Bürgerfreundlichen Verwaltung, Gleichberechtigung der Ortsteile und Vorstellungen zur Unterstützung der Arbeit der Vereine wurden vorgestellt.

Finanzministerin Birgit Diezel verstand es in ihrem Vortrag sehr deutlich, die Gründe für die angespannte Finanzsituation im Land und in den Kommunen darzustellen. Der Freistaat musste im letzten Jahr Steuerausfälle in Höhe von einer Milliarde Euro verkraften. "Das schlägt durch bis in die kleinste Kommune!", so die Ministerin wörtlich. Insbesondere der Rückgang der Einnahmen aus der Umsatzsteuer sei ein Indikator für die miserable Wirtschaftspolitik und den Zustand Deutschlands.

Deutschland sei nach fünf Jahren Rot-Grün zum Schlusslicht in Europa geworden und das ist nicht akzeptabel. „Die Rolle der Union mit der nun vorhandenen Mehrheit im Bundesrat wird nicht zur Blockade genutzt. Entscheidungen, die einem gesunden Wirtschaftswachstum nutzen werden von der Union mit getragen. Kürzungen im Bereich des Arbeitslosengeldes und der Sozialhilfe sind jedoch für die Jungen Bundesländer keine geeigneten Mittel. Hier fehlt es definitiv an Jobs“, so Diezel.

Landrat Joachim Claus, der die Veranstaltung moderierte, ging abschließend auf die Haushaltssituation im Landkreis Nordhausen ein. Auch er nutzte die Gelegenheit um Fragen der Teilnehmer der Veranstaltung zu beantworten. Freuen konnte sich Michaela Krug, da an diesem Samstag Nachmittag vom Landesvorstand der Frauen Union Karla Kreyer aus Sondershausen extra nach Werther gereist war.
Autor: nnz

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