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Fast eine halbe Million Euro

Dienstag, 14. Dezember 2010, 12:48 Uhr
In diesem Jahr hat der Fachbeirat der Regionalen Arbeitsgruppe Südharz insgesamt 26 LEADER-Projektanträge bewertet, votiert und - eingeteilt nach Prioritäten - an das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) Gotha übergeben. Und wir haben die Einzelheiten dazu...

Scheck erhalten (Foto: J. Piper) Scheck erhalten (Foto: J. Piper)
Bürgermeister von Wolkramshausen Wolfgang Morgenstern, Katrin Haupt als Vertreterin des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha, Stellv. Bürgermeisterin von Friedrichsthal Katrin Kühne

Darunter sind elf Anträge von Kommunen im Förderbereich Dorferneuerung bzw. -entwicklung, sieben Projekte kamen in diesem Bereich von privaten Antragstellern. Außerdem hat der Fachbeirat ein Projekt im Bereich Wegebau empfohlen, fünf Anträge betreffen die Revitalisierung von Brachflächen und zwei Anträge fallen in den Bereich innovative Projekte.

Wie in vielen anderen Bereichen mussten auch bei den LEADER-Mitteln Einsparungen hingenommen werden. Dennoch können mit fast 500.000 Euro ausgereichten Zuwendungsbescheiden wichtige Projekte umgesetzt werden, wie zum Beispiel der An- und Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in der Gemeinde Friedrichsthal, gefördert mit gut 47.100 Euro und in Wolkramshausen konnte mit über 52.500 Euro Fördergeldern der Platz des ehemaligen Jungmannschen Gutes neu gestaltet werden. Hinzu kommen jeweils die Eigenanteile der Kommunen.

Zum 1. Januar dieses Jahres hat der Freistaat die Förderrichtlinie für die „Integrierte ländliche Entwicklung“ novelliert. Die wichtigste Neuregelung: Der Fördersatz bei der Dorferneuerung und -entwicklung sowie Gemeinschaftseinrichtungen hat sich für Gemeinden und Gemeindeverbände auf 65 Prozent der förderfähigen Ausgaben und für Privatpersonen und Personengesellschaften auf 35 Prozent erhöht.

Gemeinden und Gemeindeverbänden können zudem ihren Eigenanteil durch zweckgebundene finanzielle Leistungen von Dritten senken. Positive Nachrichten haben in diesem Jahr auch die Gemeinden Hainrode, Kleinfurra und Wipperdorf erhalten: Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz überreichte ihnen die Anerkennungsurkunden als Förderschwerpunkt Dorferneuerung für den Zeitraum 2012 bis 2016 – eine wichtige Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln. Weitere Höhepunkte waren die Präsentation der RAG Südharz beim Landeserntedankfest auf dem Petersberg in Nordhausen und bei der Jahrestagung der Thüringer Landwirtschaft in Erfurt.

Für das kommende Jahr hat das LEADER-Management bereits 20 Projektanträge bearbeitet und dem ALF Gotha zur Bewilligung übergeben. Die wichtigste demnächst anstehende Frist ist der 31. März: Bis dahin müssen Projektanträge zur Revitalisierung von Brachflächen für das Jahr 2011 beim ALF in Gotha eingereicht werden. Beim LEADER-Management muss daher der Antrag spätestens bis zum 18. März vorliegen, um entsprechend bearbeitet und beraten werden zu können. Für Anträge auf Zuschüsse für den ländlichen Wegebau gibt es keine Fristen, sie können beim zuständigen Amt laufend gestellt werden.

LEADER ist der Überbegriff für ein Förderprogramm der Europäischen Union. Die Abkürzung LEADER steht für „Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“ und bedeutet auf Deutsch: Verbindungen zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Hinter diesem etwas umständlichen Titel verbirgt sich die Idee, bei der Förderung ländlicher Räume durch die Europäische Union einen querschnittsorientierten Ansatz zu verfolgen. Seit 1. Februar betreut Petra Weigt als LEADER-Managerin die Anträge aus der Region im Büro im Scheunenhof. Erreichbar ist sie telefonisch unter 03631/49 61 58, per Fax unter 03631/ 49 61 60 oder per E-Mail unter LM-suedharz@alice.de. Weitere Informationen gibt es auch online unter www.leader-rag-suedh.de.
Autor: nnz

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