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Heimisches zu Weihnachten

Dienstag, 14. Dezember 2010, 11:50 Uhr
Weihnachten soll es etwas Besonderes zum Festmahl sein. Aber was krönt die festliche Tafel? Ist es der Gänsebraten aus der nahen Geflügelzucht oder vielleicht doch der Fisch aus dem fernen Afrika oder der Hummer aus Kanada? Die Thüringer Verbraucherzentrale wollte es wissen...


Täglich werden mehr als 140 Tonnen Lebensmittel mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert. Ihr Anteil am Lebensmittelangebot liegt insgesamt zwar nur unter einem Prozent, die durch Luftfracht verursachten CO2-Emissionen machen jedoch ca. 10-16 Prozent aller durch Lebensmittel-transporte entstandenen Treibhausgase aus. So entstehen pro Kilogramm Lebensmittel bei einem Flugtransport bis zu 220-mal mehr klimaschädliche Emissionen als bei einem Schiffstransport.

Typische Luftfrachtgüter sind frische und leicht verderbliche Lebensmittel. An erster Stelle der Flugimporte steht Fisch aus Afrika, gefolgt von Gemüse wie zum Beispiel Spargel aus Peru oder Bohnen aus Kenia und exotische Obstsorten wie Guaven und Mangos oder Ananas aus Afrika.

Darüber, welche Lebensmittel per Flugzeug transportiert werden, erfährt der Verbraucher in der Regel nichts. Aber eine im Auftrag der Verbraucherzentralen erstellte Studie gibt wichtige Aufschlüsse über die mit hoher Wahrscheinlichkeit geflogenen Produkte. Die wichtigsten Informationen sind dem neuen Flyer “Klima schonen - Flugware kennzeichnen“ zu entnehmen, der in der Verbraucherzentrale Thüringen zu bekommen ist. Damit können Verbraucher auch beim Lebensmittelkauf die das Klima schonendere Variante wählen.

„Wer beim Einkauf den Klimaschutz berücksichtigen möchte, sollte regionale und der Saison entsprechende Lebensmittel bevorzugen“, empfiehlt Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen.
Autor: nnz

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