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Erste Untersuchungen eingeleitet

Freitag, 28. März 2003, 13:06 Uhr
einschussloch? Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete gestern exklusiv über den Fund menschlicher Knochen in der Nordhäuser Martinstraße. Heute reagierte nun die Stadtverwaltung. Auch das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet...


Bereits am Morgen waren Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) und Denkmalpfleger Hans-Jürgen Grönke vor Ort. Wahlbuhl sprach sein Bedauern aus, dass er erst durch die Veröffentlichung in der nnz von diesem Fund erfahren habe. Noch am Morgen wurden die örtliche Polizei und das Landeskriminalamt verständigt. Die Experten aus Erfurt werden die Knochenreste untersuchen und eine Altersbestimmung vornehmen.

Zusammengelegt Mitgenommen wurden nach nnz-Informationen zwei Schädel, die ­ wie die nnz berichtete ­ möglicherweise Einschusslöcher aufweisen. Nach ersten Ermittlungen der Nordhäuser Kripo soll jedoch bislang kein Verdacht auf eine Straftat vorliegen.

Sollte es sich, wie Wahlbuhl vermutet, um sterbliche Überreste von Opfern der letzten Kriegstage handeln, dann soll es eine würdige Bestattung geben. Vorstellbar sei eine Beisetzung auf dem Ehrenfriedhof in Nordhausen. Nach nnz-Informationen könnte es sich möglicherweise um einen Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, in dem Leichenreste getan wurden und der dann zugeschüttet wurde.

Einen alten Friedhof aus dieser Zeit schließt Hans-Jürgen Grönke aus. Dort hätten bis zum April 1945 ausschließlich Häuser gestanden.

Heute erst einmal ist das Areal an der Martinstraße weiträumig abgesperrt worden. Der Boden um die Fundstelle herum soll vorsichtig abgetragen werden. Denn möglich ist, dass noch weitere Knochen zum Vorschein kommen.
Autor: nnz

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