Vor's Auto gefahren
Donnerstag, 27. März 2003, 11:04 Uhr
Nordhausen (nnz). In dieser Woche hat am Nordhäuser Amtsgericht ein Betrugsprozeß begonnen. Eigentlich ist das Alltag an der Breitscheid-Straße. In diesem Fall ist es anders. Die drei Beschuldigten arbeiten im Nordhäuser Landratsamt...
Frau B., Herr H. und Herr W. haben direkt oder indirekt mit Dienstfahrzeugen der Behörde zu tun. So war das jedenfalls im August des Jahres 1995. Damals war das Landratsamt noch am Nordhäuser Markt untergebracht, die Parkmöglichkeiten sollen im engen Hinterhof nicht gerade berauschend gewesen sein, eine Tiefgarage war damals Fehlanzeige. Jedenfalls soll dort das private Auto des Herrn W. gestanden haben. Nach Informationen von nnz muß an einem Tag im August Landrat Joachim Claus (CDU) mit seinem privaten Mazda gegen das Fahrzeug von Herr W. gefahren sein und einen Schaden verursacht haben.
So weit – so gut. Eigentlich nicht schlimm, selbst einem Landrat kann das passieren. Dann aber, so war in dieser Woche im Gerichtssaal zu hören, kommt Herr H. ins Spiel. Herr H. ist ein wichtiger Mann im Landratsamt und er soll sich auch um diese Kleinigkeit gekümmert haben. Wer auch immer das folgende veranlasst haben soll, das muß nun das Gericht klären:
Fakt soll aber sein, dass einige Tage später noch einmal ein Unfall herbeigeführt oder vielleicht auch fingiert worden sein soll. Ort des Geschehens soll der Hof der Kreisvolkshochschule in der Grimmelallee gewesen sein. Dort soll ein Dienstfahrzeug der Kreisverwaltung (Fiat) gegen das private Auto des Herrn W. gefahren sein. Und so soll dieser Schaden dem Versicherer gemeldet worden sein. Das ist, wenn als Verursacher ein Dienstfahrzeug der Verwaltung auftaucht, der Kommunale Schadensausgleich.
Und dieser soll eben Anzeige erstattet haben. Zum Betrugsvorwurf gesellt sich auch noch uneidliche Falschaussage hinzu, bestätigte Richterin Sattler der nnz. In dieser Woche begann nun der Prozeß am Amtsgericht, zum dem auch Landrat Claus als Zeuge geladen ist. Die ersten Zeugenbefragungen gestalteten sich so schwierig und langwierig, dass ein weiterer Termin angesetzt wurde. Die nnz wird weiter berichten.
Autor: nnzFrau B., Herr H. und Herr W. haben direkt oder indirekt mit Dienstfahrzeugen der Behörde zu tun. So war das jedenfalls im August des Jahres 1995. Damals war das Landratsamt noch am Nordhäuser Markt untergebracht, die Parkmöglichkeiten sollen im engen Hinterhof nicht gerade berauschend gewesen sein, eine Tiefgarage war damals Fehlanzeige. Jedenfalls soll dort das private Auto des Herrn W. gestanden haben. Nach Informationen von nnz muß an einem Tag im August Landrat Joachim Claus (CDU) mit seinem privaten Mazda gegen das Fahrzeug von Herr W. gefahren sein und einen Schaden verursacht haben.
So weit – so gut. Eigentlich nicht schlimm, selbst einem Landrat kann das passieren. Dann aber, so war in dieser Woche im Gerichtssaal zu hören, kommt Herr H. ins Spiel. Herr H. ist ein wichtiger Mann im Landratsamt und er soll sich auch um diese Kleinigkeit gekümmert haben. Wer auch immer das folgende veranlasst haben soll, das muß nun das Gericht klären:
Fakt soll aber sein, dass einige Tage später noch einmal ein Unfall herbeigeführt oder vielleicht auch fingiert worden sein soll. Ort des Geschehens soll der Hof der Kreisvolkshochschule in der Grimmelallee gewesen sein. Dort soll ein Dienstfahrzeug der Kreisverwaltung (Fiat) gegen das private Auto des Herrn W. gefahren sein. Und so soll dieser Schaden dem Versicherer gemeldet worden sein. Das ist, wenn als Verursacher ein Dienstfahrzeug der Verwaltung auftaucht, der Kommunale Schadensausgleich.
Und dieser soll eben Anzeige erstattet haben. Zum Betrugsvorwurf gesellt sich auch noch uneidliche Falschaussage hinzu, bestätigte Richterin Sattler der nnz. In dieser Woche begann nun der Prozeß am Amtsgericht, zum dem auch Landrat Claus als Zeuge geladen ist. Die ersten Zeugenbefragungen gestalteten sich so schwierig und langwierig, dass ein weiterer Termin angesetzt wurde. Die nnz wird weiter berichten.
