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IHK fordert Einheits-Abi

Freitag, 10. Dezember 2010, 12:29 Uhr
Die von fünf Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern) ab 2014 geplante Einführung eines Einheits-Abiturs ist nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt ein erster richtiger Schritt, dem sich Thüringen anschließen sollte.


Nach Ansicht von Dieter Bauhaus würde damit der Prozess zu einer bundeseinheitlichen Lösung weiter vorangetrieben. „Die Politik könnte sich an den Erfahrungen der Wirtschaft im Berufsbildungssystem orientieren, bei dem die Abschlussprüfungen durch die Kammern bundesweit einheitlich sind“, so Bauhaus. Egal ob die Lehre in Bayern oder Hamburg absolviert werde, der Wissens- und Fertigkeitsstand der Jugendlichen sei immer vergleichbar.

„Die Diskussion um ein ‚gutes oder schlechtes Abitur‘ führt nur zur unterschiedlichen Behandlung von Schulabgängern“, kritisiert Bauhaus. Thüringen darf sich deshalb von seinen Bestrebungen für einen länderübergreifenden Einheits-Abschluss nicht abbringen lassen. Vielmehr müssten dem ersten Schritt jetzt positive Impulse in der Kultusministerkonferenz für eine deutschlandweite Initiative folgen, die auch den Wünschen der meisten Schüler und deren Eltern entspräche.

„Nur so können die Zweifel an der Qualität Thüringer Abiturnoten beseitigt werden“, ist sich der IHK-Präsident sicher.
Autor: nnz

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