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Guter Start der Thüringer Industrie

Montag, 24. März 2003, 11:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Trotz vieler Hiobsbotschaften zu Beginn dieses Jahres: Für die Thüringer Industrie ist das Jahr 2003 gut angelaufen. Die exakten Zahlen wie immer in Ihrer nnz – ganz einfach: Mit einem Klick...


Die Thüringer Industriebetriebe meldeten im Januar 2003 eine Umsatzsteigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat. Dabei konnten sowohl die Auslandsumsätze als auch die Lieferungen ins Inland gesteigert werden. In den Betrieben mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten waren Ende Januar 2 114 Personen mehr beschäftigt als vor einem Jahr. Die 1 814 Betriebe von Unternehmen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Januar 2003 mit 1,611 Milliarden Euro, bei gleicher Zahl der Arbeitstage, einen um 6,6 Prozent höheren Umsatz als im Januar 2002.

In allen Hauptgruppen, außer den Verbrauchsgüterproduzenten, wurden höhere Umsätze erzielt als im Januar 2002. Die Investitionsgüterproduzenten erzielten ein Plus von 17,0 Prozent. Die Vorleistungsgüterproduzenten (einschließlich Energieproduzenten) erzielten einen Zuwachs von 1,7 Prozent und die Gebrauchsgüterproduzenten von 0,6 Prozent. Der Umsatz der Verbrauchsgüterproduzenten stagnierte.

In das Inland wurden im Januar 2003 Waren im Wert von 1,191 Milliarden Euro verkauft. Das waren 4,4 Prozent mehr als im Januar 2002. Die Investitionsgüter- und die Gebrauchsgüterproduzenten erzielten mit 9,4 bzw. 9,8 Prozent die höchsten Wachstumsraten. Eine geringere Steigerung meldeten die Vorleistungsgüterproduzenten (einschließlich Energie) mit 1,2 Prozent und die Verbrauchsgüterproduzenten mit 0,1 Prozent.

Die Auslandsumsätze stiegen gegenüber Januar 2002 um 13,4 Prozent auf 420 Millionen Euro. Die Exportquote erhöhte sich auf 26,1 Prozent und lag über der vergleichbaren Quote des Vorjahresmonats (24,5 Prozent). Während die Vorleistungs- und die Investitionsgüterproduzenten die Auslandsumsätze um 3,2 bzw. 31,5 Prozent steigerten, meldeten die Gebrauchsgüterproduzenten und die Verbrauchsgüterproduzenten einen Rückgang um 21,8 bzw. 1,5 Prozent.

Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) stieg gegenüber Januar 2002 um 5,0 Prozent auf 11 548 Euro, hervorgerufen durch die deutlichere Steigerung des Umsatzes (+ 6,6 Prozent) im Vergleich mit der Beschäftigtenzahl (+ 1,5 Prozent). Diese Entwicklung ist auf drei der vier Hauptgruppen zurückzuführen. Mehr Umsatz je Beschäftigten meldeten die Investitionsgüterproduzenten (+ 5,0 Prozent), die Gebrauchsgüterproduzenten (+ 4,8 Prozent) und die Vorleistungsgüterproduzenten einschließlich Energie (+ 7,1 Prozent). Dagegen sank die Produktivität der Verbrauchsgüterproduzenten um 6,4 Prozent.

Ende Januar 2003 waren in den Thüringer Industriebetrieben 139 535 Personen beschäftigt. Das waren 2 114 Beschäftigte mehr als Ende Januar 2002. Dieser Anstieg erfolgte in unterschiedlicher Höhe in zwei der vier Hauptgruppen, wobei die Gruppe der Investitionsgüterproduzenten mit einem Plus von 4 007 Personen den Spitzenplatz einnahm. Die Gebrauchsgüterproduzenten und die Vorleistungsgüterproduzenten einschließlich Energie wiesen dagegen einen Abbau von 392 bzw. 3 375 Arbeitsplätzen aus.
Autor: nnz

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