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Bedarf bei Schulsanierungen noch klären

Samstag, 20. Januar 2001, 18:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Elternsprecher der Grundschule "Käthe-Kollwitz", Volker Theuerkauf, erwartet noch vor der endgültigen Beschlußfassung zur Schulnetzplanung Klarheit über den Sanierungsbedarf an den einzelnen städtischen Schulstandorten. Er verweist dabei auf die zentrale Forderung der Kreiselternvertretung, daß seitens der städtischen Schulverwaltung ein Sanierungskonzept mit entsprechenden Finanzierungsvorschlägen zu den verbleibenden
Schulstandorten vorgelegt werde. Wie Theuerkauf mitteilte, sei diese Forderung bislang nicht erfüllt. Es wird im vorliegenden 1. Änderungsentwurf lediglich darauf verwiesen, daß an allen Schulgebäuden Sanierungsbedarf besteht. Über die Höhe der insgesamt notwendigen Investitionen und über sonstige finanzielle Aspekte wurden im Entwurf keine weiteren Angaben gemacht. Die Zusammenarbeit mit der städtischen Schulverwaltung sei nach wie vor mühsam und in finanzieller Hinsicht wenig transparent, so Theuerkauf. Die Planung sehe bisher auch nicht vor, wie mit der Verwendung von frei werdenden Haushaltsmitteln durch die aufgelösten Schulstandorte umzugehen sei.
Nach seinen bisherigen Erfahrungen mit der Schul- und Stadtverwaltung werde er sich auf bloße Lippenbekenntnisse nicht mehr verlassen. Es gehe schließlich um eines der wichtigsten Probleme der Gesellschaft, der Bildungsqualität für die Kinder. Angesichts der fortschreitenden "Vergoldung" des Schulstandortes Petersberg mit zusätzlichen Mitteln aus der Landesgartenschau, habe jede andere verbleibende staatliche Schule mindestens das Recht zu erfahren, was die Planung des Schulträgers zeitlich und sachlich für sie vorsieht und welche Finanzierungsquellen dafür genutzt werden sollen. Er bittet die einzelnen Fraktionen im Stadtrat darum, die endgültige Entscheidung zur vorliegenden Schulnetzplanung entsprechend darauf abzustellen, denn Theuerkauf könne sich einfach nicht vorstellen, daß ohne vernünftiges Zahlenmaterial eine solide Basis für eine akzeptable und nachhaltige Entscheidung in dieser so wichtigen Sachfrage gegeben ist. Wenn heute die Rede davon ist, daß sich ein Schulstandort nicht mehr rechnet, dann gibt es ja sicher ganz konkrete Hinweise und Zahlen. Bleibt fraglich, warum diese nicht in den Entwurf zur Schulnetzplanung eingearbeitet sind und diese mühsam hinterfragt werden müssen.
Autor: nnz

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