NNZ-FORUM: Neuer Kurs bei Nordhäuser CDU?
Mittwoch, 01. Dezember 2010, 07:11 Uhr
Ein neuer Chef bei der Nordhäuser CDU. Aber gibt es nun auch einen neuen Kurs in der Partei? Dieser Frage geht ein Leser der nnz nach...
Ein aus meiner Sicht wichtiges wie auch richtiges Signal ging am Montagabend von der Mitgliederversammlung der Nordhäuser CDU aus. Die christlichen Demokraten der Rolandstadt (33 an der Zahl) hatten sich im Restaurant Rolandstuben eingefunden, um einen neuen Vorstand zu wählen. Das wichtigste dabei: Es kam zu einem Wechsel an der Spitze der Partei. Norbert Klodt, der langjährige Stadtverbandsvorsitzende, trat nicht wieder an. Seinen Posten nahm nun Stefan Nüßle ein.
Für viele engagierte wie aufmerksame CDU-Mitglieder kam dieser Wechsel allerdings nicht überraschend. Es war wohl eher ein überfälliger Schritt. Alle diejenigen, die diese Wahlversammlung vorbereitet hatten, hatten gute Arbeit – man könnte auch etwas überspitzt sagen: ganze Arbeit geleistet. Denn es ist anzunehmen, dass Klodt nicht ganz freiwillig auf den Posten des CDU-Stadtchefs verzichtet hat. Doch wem immer auch an einer ehrlichen basis-demokratischen Parteiarbeit gelegen ist, war zum Handeln gezwungen.
Gab es beispielsweise unter der Führung von Martin Höfer, Christine Wagner, Dietrich Beyse oder Michael Rheinländer kaum eine Mitgliederversammlung, auf der nicht mindestens 60 bis 80 Parteifreunde und mehr anwesend waren, schrumpfte die Anzahl unter Klodts Führung auf durchschnittlich 30 Anwesende. Gerade mal ein Achtel der eingetragenen Mitglieder! Zudem wurden Mitgliederversammlungen immer rarer, in den letzten Jahren gerade mal zwei pro Jahr.
Mehrmalige Ankündigungen, zu aktuellen bundespolitischen oder regionalen Themen (und die gab und gibt es ja reichlich) CDU-Stammtische einzurichten, auf denen die Parteibasis wirklich zu Wort kommt, wurden nicht eingelöst. Wer sich gar zum linken Flügel zählte, wurde ermahnt, derlei Zuordnungen in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Mit basisnaher Parteiarbeit hatte das schließlich nichts mehr zu tun. Und seine zuweilen unnahbare und überhebliche Art animierte viele CDU-Freunde nicht gerade zu einer Mitarbeit.
Viele langjährige Mitglieder kehrten deshalb der CDU den Rücken oder verweigern seitdem ihre Mitarbeit. Dass Klodt nun immer noch eine Stellvertreterfunktion inne hat, stellt m.E. ein Gnadenbrot für ihn dar. Immerhin hat er nun die Möglichkeit, den Weg der Besserung – so will ich es mal nennen - einzuschlagen. Ich wünsche ihm jedenfalls den nötigen Mut dazu. Er sollte seine Chance nutzen!
Dem neuen Nordhäuser CDU-Chef gratuliere ich zu seiner Wahl und wünsche ihm ganz viel Kraft bei der Umsetzung seines Vorhabens, die Reihen wieder zu schließen und die vielen Christdemokraten, die sich von der Parteiarbeit abgewandt haben, für unsere gemeinsame Arbeit wieder zu interessieren - wie er es selbst formulierte. Das ist eine große Aufgabe. Sie wird nicht leicht sein. Aber Nüßle könnte es schaffen, wenn er vor allem die Parteibasis von Anfang an einbezieht. Das ist um so dringlicher, stehen doch im Jahr 2012 Oberbürgermeister- und Landratswahlen an. Da gibt es noch viel, sehr viel zu tun...
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Ein aus meiner Sicht wichtiges wie auch richtiges Signal ging am Montagabend von der Mitgliederversammlung der Nordhäuser CDU aus. Die christlichen Demokraten der Rolandstadt (33 an der Zahl) hatten sich im Restaurant Rolandstuben eingefunden, um einen neuen Vorstand zu wählen. Das wichtigste dabei: Es kam zu einem Wechsel an der Spitze der Partei. Norbert Klodt, der langjährige Stadtverbandsvorsitzende, trat nicht wieder an. Seinen Posten nahm nun Stefan Nüßle ein.
Für viele engagierte wie aufmerksame CDU-Mitglieder kam dieser Wechsel allerdings nicht überraschend. Es war wohl eher ein überfälliger Schritt. Alle diejenigen, die diese Wahlversammlung vorbereitet hatten, hatten gute Arbeit – man könnte auch etwas überspitzt sagen: ganze Arbeit geleistet. Denn es ist anzunehmen, dass Klodt nicht ganz freiwillig auf den Posten des CDU-Stadtchefs verzichtet hat. Doch wem immer auch an einer ehrlichen basis-demokratischen Parteiarbeit gelegen ist, war zum Handeln gezwungen.
Gab es beispielsweise unter der Führung von Martin Höfer, Christine Wagner, Dietrich Beyse oder Michael Rheinländer kaum eine Mitgliederversammlung, auf der nicht mindestens 60 bis 80 Parteifreunde und mehr anwesend waren, schrumpfte die Anzahl unter Klodts Führung auf durchschnittlich 30 Anwesende. Gerade mal ein Achtel der eingetragenen Mitglieder! Zudem wurden Mitgliederversammlungen immer rarer, in den letzten Jahren gerade mal zwei pro Jahr.
Mehrmalige Ankündigungen, zu aktuellen bundespolitischen oder regionalen Themen (und die gab und gibt es ja reichlich) CDU-Stammtische einzurichten, auf denen die Parteibasis wirklich zu Wort kommt, wurden nicht eingelöst. Wer sich gar zum linken Flügel zählte, wurde ermahnt, derlei Zuordnungen in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Mit basisnaher Parteiarbeit hatte das schließlich nichts mehr zu tun. Und seine zuweilen unnahbare und überhebliche Art animierte viele CDU-Freunde nicht gerade zu einer Mitarbeit.
Viele langjährige Mitglieder kehrten deshalb der CDU den Rücken oder verweigern seitdem ihre Mitarbeit. Dass Klodt nun immer noch eine Stellvertreterfunktion inne hat, stellt m.E. ein Gnadenbrot für ihn dar. Immerhin hat er nun die Möglichkeit, den Weg der Besserung – so will ich es mal nennen - einzuschlagen. Ich wünsche ihm jedenfalls den nötigen Mut dazu. Er sollte seine Chance nutzen!
Dem neuen Nordhäuser CDU-Chef gratuliere ich zu seiner Wahl und wünsche ihm ganz viel Kraft bei der Umsetzung seines Vorhabens, die Reihen wieder zu schließen und die vielen Christdemokraten, die sich von der Parteiarbeit abgewandt haben, für unsere gemeinsame Arbeit wieder zu interessieren - wie er es selbst formulierte. Das ist eine große Aufgabe. Sie wird nicht leicht sein. Aber Nüßle könnte es schaffen, wenn er vor allem die Parteibasis von Anfang an einbezieht. Das ist um so dringlicher, stehen doch im Jahr 2012 Oberbürgermeister- und Landratswahlen an. Da gibt es noch viel, sehr viel zu tun...
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
