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Ortes des Grauens

Dienstag, 30. November 2010, 19:37 Uhr
Am kommenden Sonntag wird es eine weitere Informationsfahrt zu den Stätten ehemaliger Außenlager des KZ Mittelbau-Dora geben. Einzelheiten dazu in Ihrer nnz.

Auf Tour (Foto: privat) Auf Tour (Foto: privat)

Die Geschichte des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora ist nicht allein die Geschichte eines einzigen Lagers, sondern vielmehr die eines ganzen Lagerkomplexes: In einem Radius von etwa 40 km um das Hauptlager Dora entstanden in den letzten eineinhalb Kriegsjahren mehr als 40 Außenlager.

Auch nach 65 Jahren sind an verschiedenen Standorten ehemaliger Außenlager noch einige Spuren aus der Zeit um 1944/45 zu erkennen. Lange Zeit blieb unbeachtet, wie weit das KZ-System in der letzten Kriegsphase in die deutsche Zivilgesellschaft hineinreichte. Die Region um Nordhausen ist dafür beispielhaft: Kaum ein Ort in der Umgebung stand nicht mit dem Mittelbau-Komplex in irgendeiner Form in Verbindung.

Nachdem die Veranstaltung am 13. November diesen Jahres auf ein so großes Interesse gestoßen ist, organisiert die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu dieser Thematik am kommenden Sonntag (5. Dezember), zusätzlich eine öffentliche und kostenfreie Busrundfahrt. Die Fahrt beginnt um 9:00 Uhr an der KZ-Gedenkstätte (Treffpunkt: Museumsgebäude) und wird ungefähr fünf Stunden dauern. Sie ist leider bereits ausgebucht.

Angefahren werden einige ehemalige Standorte, die als Beispiele für den gesamten KZ-Komplex dienen können. Vorgestellt werden die ehemaligen KZ-Außenlager Gut Bischofferode, Ellrich-Juliushütte, Ellrich-Bürgergarten, Günzerode und Groß-Werther. Dabei wird auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen Außenlagern eingegangen.

An jedem Ort werden Einblicke in die Geschichte gegeben, ergänzt durch Auszüge aus Berichten ehemaliger Häftlinge. Ein Schwerpunkt liegt auf Ellrich-Juliushütte – mit durchschnittlich 8.000 Häftlingen belegt das größte KZ-Außenlager der Region.
Autor: nnz

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