IHK:Reformen zahlen sich aus
Dienstag, 30. November 2010, 13:46 Uhr
Nach der Thüringer Landespolitik meldet sich jetzt die Wirtschaft zu wort und kommentiert die aktuellen Arbeitsmarktzahlen...
Der Arbeitsmarkt bleibe der monatliche Garant für gute Nachrichten. Auch im November hielt der positive Beschäftigungstrend an. 99.095 Arbeitslose – nur 388 mehr als im Oktober – meldete die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,4 Prozent. Im Vergleich zum November des Vorjahres (10,0 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit um 20.122 gesunken.
Trotz winterlicher Temperaturen präsentiert sich der Arbeitsmarkt weiterhin in guter Verfassung. Der aktuelle Aufschwung hält die Zahl der Jobsuchenden auf einem niedrigen Niveau, schätzt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, ein. Die Unternehmer würden wieder zunehmend Gewinne erwirtschaften und hätten dadurch finanziellen Spielraum für Investitionen. Vielfach seien diese dann mit Neueinstellungen verbunden.
Die erfreuliche Beschäftigungsentwicklung ist jedoch kein viel zitiertes Wunder, sondern hat auch handfeste Gründe. Die Betriebe haben harte Umstrukturierungen vorgenommen, um möglichst viel Stammpersonal zu halten. Außerdem ist der Arbeitsmarkt flexibler geworden, erklärt der IHK-Chef. Eine Ursache für den Erfolg seien sicher die Maßnahmen der Agenda 2010. Aber auch eine variablere Arbeitszeitgestaltung in den Firmen und die gute konjunkturelle Entwicklung würden ihren Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten. Daher dürfe sich die Regierung jetzt nicht auf den errungenen Lorbeeren ausruhen. Die vergangene Rezession hat gezeigt, dass Aufträge immer kurzfristiger erteilt werden und stärker schwanken können, gibt Grusser zu bedenken.
Für die Firmen sei es wichtig, bei Auslastungsschwankungen möglichst schnell reagieren zu können. Viele wollten deshalb zusätzliches Personal erst einmal befristet einstellen. Eine Überregulierung der Zeitarbeit wäre da genau der falsche Weg. Immerhin hätte dieser Bereich einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Entlastung des Arbeitsmarktes. So sei die Zahl der Zeitarbeiter in Thüringen mit rund 29.000 inzwischen wieder beim Vorkrisenwert des Jahres 2008 angekommen.
Autor: nnzDer Arbeitsmarkt bleibe der monatliche Garant für gute Nachrichten. Auch im November hielt der positive Beschäftigungstrend an. 99.095 Arbeitslose – nur 388 mehr als im Oktober – meldete die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,4 Prozent. Im Vergleich zum November des Vorjahres (10,0 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit um 20.122 gesunken.
Trotz winterlicher Temperaturen präsentiert sich der Arbeitsmarkt weiterhin in guter Verfassung. Der aktuelle Aufschwung hält die Zahl der Jobsuchenden auf einem niedrigen Niveau, schätzt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, ein. Die Unternehmer würden wieder zunehmend Gewinne erwirtschaften und hätten dadurch finanziellen Spielraum für Investitionen. Vielfach seien diese dann mit Neueinstellungen verbunden.
Die erfreuliche Beschäftigungsentwicklung ist jedoch kein viel zitiertes Wunder, sondern hat auch handfeste Gründe. Die Betriebe haben harte Umstrukturierungen vorgenommen, um möglichst viel Stammpersonal zu halten. Außerdem ist der Arbeitsmarkt flexibler geworden, erklärt der IHK-Chef. Eine Ursache für den Erfolg seien sicher die Maßnahmen der Agenda 2010. Aber auch eine variablere Arbeitszeitgestaltung in den Firmen und die gute konjunkturelle Entwicklung würden ihren Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten. Daher dürfe sich die Regierung jetzt nicht auf den errungenen Lorbeeren ausruhen. Die vergangene Rezession hat gezeigt, dass Aufträge immer kurzfristiger erteilt werden und stärker schwanken können, gibt Grusser zu bedenken.
Für die Firmen sei es wichtig, bei Auslastungsschwankungen möglichst schnell reagieren zu können. Viele wollten deshalb zusätzliches Personal erst einmal befristet einstellen. Eine Überregulierung der Zeitarbeit wäre da genau der falsche Weg. Immerhin hätte dieser Bereich einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Entlastung des Arbeitsmarktes. So sei die Zahl der Zeitarbeiter in Thüringen mit rund 29.000 inzwischen wieder beim Vorkrisenwert des Jahres 2008 angekommen.
