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Ein Mann und ein Arbeitskreis

Montag, 29. November 2010, 19:47 Uhr
Es hat mittlerweile Tradition, den Ökumenepreis des evangelischen Kirchenkreises Südharz zu teilen. Auch heute, zum Empfang anlässlich des neuen Kirchenjahres, war das so.

Ökumenepreis (Foto: nnz) Ökumenepreis (Foto: nnz)

Zwei Drittel des Preisgeldes (1.000) ging an den Matema-Arbeitskreis der Propstei Erfurt-Nordhausen. Dessen 12 ehrenamtliche Mitglieder kümmern sich um die Partnerschaft mit Matema in Tansania. Sie sammeln Spenden, bereiten gegenseitige Besuche vor und unterstützen drei konkrete Projekte. Das sind ein Kindergarten, ein Krankenhaus sowie eine Bibel- und Handwerkerschule. Der Arbeitskreis wird das Geld an das Krankenhaus in Tansania überweisen.

Kube (Foto: nnz) Kube (Foto: nnz) Ein Drittel des Preises (500 Euro) geht in diesem Jahr an den Mann, der in den Jahren zuvor für die Ausschreibung und die Übergabe des Ökumenpreises zuständig ist. Er ist der Ökumenebeauftragte des Kirchenkreises – es ist Pfarrer Peter Kube. Über das soziale oder ökumenische Engagement dieses Mann zu berichten, hieße wortwörtlich Eulen nach Athen zu tragen. Die Arbeit mit Migranten, der Schrankenlos Verein, der Weltladen, Arbeit mit Flüchtlingen oder „Fair Trade“ sowie das Bündnis gegen Rechts – all das ist mit dem Namen Peter Kube verbunden. „Peter Kube versteht sich als Brückenbauer zwischen Menschen verschiedener Herkunft, als Vermittler und als Anwalt für alle, denen unter uns Unrecht geschieht“, ist in der Begründung zu lesen.

Auditorium (Foto: nnz) Auditorium (Foto: nnz)

Die Preisverleihung fand auch in diesem Jahr in der Frauenbergkirche statt. Als Gast sollte eigentlich Regionalbischof Propst Dr. Reinhard Werneburg begrüßt, den hinderte jedoch das Wetter an seiner Fahrt von Erfurt nach Nordhausen. Dafür freute Superintendent Michael Bornschein den Landrat des Eichsfeldkreises, Dr. Werner Henning sowie Frauen und Männer aus benachbarten Kirchenkreisen.

Bornschein ging auf das abgelaufene Kirchenjahr ein. Die Rettung der 33 Bergleute in Chile sie das Ereignis des Jahres gewesen, das wie keines andere Hoffnung ausgestrahlt habe. Doch neben dem Hoffen sei da auch das Bangen gewesen und schließlich die Rettung aus der unterirdischen Gefangenschaft. Und es seien Tage, Wochen und Monate der Sehnsucht gewesen. Diese Sehnsucht war nicht nur in Chile zu erleben, alle Menschen hätten Sehnsucht – Sehnsucht nach Frieden zum Beispiel.
Autor: nnz

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