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12.000 Euro jährlich für "Zappelini"

Mittwoch, 19. März 2003, 18:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Gesellschafter der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und die Theater-Geschäftsführung haben heute beschlossen, den Kinderzirkus „Zappelini“ mit jährlich 12.000 Euro zu unterstützen, um damit sein Bestehen zu sichern. Und. Es gibt bereits zahlreiche Bewerber für die Nachfolge der jetzigen Intendantin. Mehr Infos dazu wie immer mit einem Klick auf MEHR.


„Mit diesem Geld ist längerfristig eine halbe Stelle der Zirkusleitung finanziert; das Geld für eine weitere Viertel-Stelle soll durch Fördermittel und - falls nötig ­ durch Zahlungen aus der Nordhäuser Stadtkasse gesichert werden“, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, die gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Theter GmbH, zur Sitzung in das Landratsamt nach Sondershausen gefahren war.

Man habe sich mit den anderen Trägern ­ Stadt Sondershausen, Landkreis Nordhausen und Kyffhäuserkreis - zugleich geeinigt, dass der Förderverein des Kinder- und Jugendtheaters künftig der Träger des Kinderzirkus sein könne und die Fördermittel beantragen werde. „Trotz dieser finanziellen Hilfe braucht der Zirkus natürlich von vielen Seiten weiter Unterstützung ­ vor allem vom Publikum“, sagte die Oberbürgermeisterin.

Wichtiges Ergebnis der Gesellschafterversammlung sei ebenfalls die Bestätigung des GmbH-Jahresabschlusses 2002 gewesen, und auch die Bestätigung des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2003. Explizierter Bestandteil des Wirtschaftsplanes sei zum ersten Mal das Budget des Kinder- und Jugendtheaters mit der Auflistung sämtlicher Personal- und Sachkosten. „Damit ist eine Forderung des Nordhäuser Stadtrates erfüllt und auch der Bestand des Kinder- und Jugendtheaters gesichert“, sagte Frau Rinke. Der Bühnenball 2004 sei ebenfalls im Wirtschaftsplan festgeschrieben ­ „damit gibt es auch im Landegartenschau-Jahr einen wichtigen gesellschaftlichen Höhepunkt mit langer Tradition, der immer großen Zuspruch findet und auch über die Stadt hinaus ein positives Image in die ganze Region trägt.“

Eine gute Nachricht habe auch die Theater-Geschäftsleitung zur Gesellschafterversammlung mitgebracht: Die Verhandlungen über einen Haustarifvertrag für das künstlerische Personal, der ab der kommenden Saison gelten solle, liefen gut. Würden sie letztlich in ein Ergebnis münden, dann sei Wichtiges zur längerfristigen Sicherung der Kunst am Theater getan. Für das technische- bzw. Verwaltungspersonal sei allerdings noch keine solche Lösung in Sicht, da die Verhandlungen mit den Gewerkschaften schwierig seien.

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Wahlbuhl informierte die Mitglieder der Gesellschafterversammlung, dass es inzwischen 14 deutschlandweite Bewerbungen ­ davon eine aus dem Ausland - auf die Geschäftsführerstelle der Theater- und Orchester GmbH gebe, die zur Besetzung ab 2004 ausgeschrieben wurde. „Im nächsten Aufsichtsrat wollen wir besprechen, wie sich die Kommission zusammensetzen könnte, die die Auswahl aus den Bewerbern trifft“, sagte Klaus Wahlbuhl.
Autor: nnz

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