Absatzmärkte bedroht
Dienstag, 18. März 2003, 16:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor dem Hintergrund eines drohenden Irak-Krieges befürchtet die Thüringer Wirtschaft eine Beeinträchtigung ihrer Handelsbeziehungen in die Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Vor allem Exporte seien gefährdet, so die Erfurter IHK. Mehr dazu mit einem Klick auf MEHR.
"Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung sei auch ein Großteil der Geschäfte mit den irakischen Nachbarstaaten auf unbestimmte Zeit gefährdet", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Die Thüringer Exporte in diese Region würden mit einer Jahresgröße von ca. 120 Mio. Euro zwar nur rund 2,5 Prozent der Gesamtausfuhren darstellen, hätten sich jedoch in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.
"Nach unserer Außenhandelsstatistik unterhalten 179 Thüringer Unternehmen Geschäftsbeziehungen in die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens", so Grusser.
Die Produktpalette der Ausfuhrgüter reiche dabei von Fahrzeugteilen über elektronische und elektrotechnische Erzeugnisse bis hin zu Metallwaren. Hauptausfuhrländer seien die Türkei, Israel, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Aber auch auf andere Branchen könne sich die Irak-Krise negativ auswirken. So würde eine weitere Erhöhung des Ölpreises zu steigenden Energiekosten führen. Immerhin sei Öl in Deutschland noch mit einem Anteil von rund 40 Prozent wichtigster Rohstoff für die Erzeugung von Wärme und Strom.
Autor: nnz"Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung sei auch ein Großteil der Geschäfte mit den irakischen Nachbarstaaten auf unbestimmte Zeit gefährdet", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Die Thüringer Exporte in diese Region würden mit einer Jahresgröße von ca. 120 Mio. Euro zwar nur rund 2,5 Prozent der Gesamtausfuhren darstellen, hätten sich jedoch in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.
"Nach unserer Außenhandelsstatistik unterhalten 179 Thüringer Unternehmen Geschäftsbeziehungen in die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens", so Grusser.
Die Produktpalette der Ausfuhrgüter reiche dabei von Fahrzeugteilen über elektronische und elektrotechnische Erzeugnisse bis hin zu Metallwaren. Hauptausfuhrländer seien die Türkei, Israel, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Aber auch auf andere Branchen könne sich die Irak-Krise negativ auswirken. So würde eine weitere Erhöhung des Ölpreises zu steigenden Energiekosten führen. Immerhin sei Öl in Deutschland noch mit einem Anteil von rund 40 Prozent wichtigster Rohstoff für die Erzeugung von Wärme und Strom.
