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nnz-Forum: Parteidisziplin vor Sachverstand

Donnerstag, 25. November 2010, 07:02 Uhr
Die (Nicht)-Wahl von Matthias Jendricke (SPD) lässt die Leser der nnz nicht los. Auch im Forum gibt es Meinungen, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen...


Die Wahl zum Bürgermeister ist aus meiner Sicht ein Spiel der Fraktionen im Stadtrat mit der Macht und keinesfalls ein demokratisches Vorgehen. Demokratie bedeutet nämlich nicht ein absolutes Gegeneinander, sondern auch ein miteinander, welches in der jetzigen Wahlperiode nicht zu beobachten ist. Im Vorfeld der Ausschreibung konnte man schon erkennen, dass die Fraktionen sich gegen die SPD-Führung „eingeschossen“ hatten und einen Kandidaten der SPD (egal welche Person) auf keinen Fall akzeptieren würden.

Auch wenn die Ausschreibungszeit „sehr kurz“ war, hätten alle Parteien die Möglichkeit gehabt, Bewerber zu benennen. Die „Linken“ wollten einen Gegenkandidaten benennen, wo ist er? Sich hinter den Ausschreibungskriterien als Ablehnungsgrund zu verstecken ist ein billiger Vorwand. Kriterien für die Verwaltung werden immer so gestaltet, wie es für eine sinnvolle Arbeit notwendig ist.

Ich kenne Herrn Jendricke seit Jahren als konstruktiven Kommunalpolitiker, ob im Kreistag oder Stadtrat. Sein Wohl war immer im Interesse der Kommune gerichtet. Auf vielen Ebenen hat er sich für die Bürger von Nordhausen eingesetzt. Jetzt wurde ein Mann abgewählt, der für dieses Amt mehr als geeignet ist.

Es wird interessant, wenn alle Fraktionen einen Kandidaten benennen, ob geeignet oder nicht. Steht dann immer noch die Parteipolitik im Vordergrund? Oder geht es dann tatsächlich um Kommunalpolitik ?
Klaus Gorges
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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