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Standortfrage bleibt

Freitag, 19. November 2010, 17:59 Uhr
Etwa 50-60 Sundhäuser hatten sich bei 4°C kaltem Sprühregen auch gestern wieder - wie jeden Donnerstag - am Kirchplatz getroffen. Es wurden die Neuigkeiten zur Situation zum geplanten Autohofstandort besprochen. Am Ende spazierten die Teilnehmer dem Regen zum Trotz mit Regenschirmen "bewaffnet" zum besagten Ortsrand von Sundhausen.


Seit der Verkündung durch die Stadt Nordhausen, das Verfahren in einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu ändern, ist im Ortsteil eine neue Unsicherheit entstanden. Auf der einen Seite wird diese Verfahrensänderung als eindeutiges Ergebnis der Aufklärungsarbeit der Bürgerinitiative und somit als Teilerfolg angesehen, auf der anderen Seite bleiben viele Fragen offen und der weitere Fortgang ist unklar. Für kommenden Mittwoch wollen wieder einige Mitstreiter der Bürgerinitiative dem öffentlichen Teil der Stadtratssitzung aktiv beiwohnen, auch wenn das Thema Autohof nicht direkt auf der Tagesordnung steht.

Die Bürgerinitiative ist sich weiterhin einig: Der Standort Sundhausen bleibt abzulehnen. Die angestrebte Veränderung des Verfahrens, mit einem vermutlich dann maßvoll abgespeckten vorhabenbezogenen Bebauungsplan ändert nicht viel an der Standortproblematik, zumal die verfügbare Fläche Investoren weiter zur Verfügung stehen wird.

Die unübliche, unmittelbare Nähe des Geltungsbereichs dieses Autohofstandortes ist und bleibt absolut unverhältnismäßig und für die Betroffenen vorhersehbarer Beeinträchtigungen unzumutbar. Es gibt in Deutschland kaum Autohöfe mit einer so aufdringlichen Nähe und Anbindung zu einer Ortschaft.

Eines der Grundziele des Bauleitplanes ist eine konfliktfreie Einbindung des Gebietes in die vorhandenen in- und umliegenden Nutzungsstrukturen, welche mit der kritisch zu betrachtenden Lage des Geltungsbereiches des Planungsstandortes in Abstand zur bebauten Ortslage nicht vereinbar ist. Unter der Prämisse einer konfliktfreien Einbindung sollte die prinzipielle Standortfrage als solche endlich geführt und geklärt werden, so die Bürgerinitiative.
Autor: nnz

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