International erfolgreich
Freitag, 12. November 2010, 12:19 Uhr
Nach weitgehender Zurückhaltung im vergangenen Jahr erhöhen Thüringer Unternehmen wieder ihre internationalen Aktivitäten und verstärken ihre weltweiten Repräsentanzen. Das ergab die Auswertung einer Befragung von fast 100 Exportbetrieben durch die Thüringer Industrie- und Handelskammern...
Genau im richtigen Moment ergreifen die einheimischen Betriebe jetzt die Initiative und verstärken ihr Engagement im Ausland. Diese dynamische Reaktion auf die wechselnden Bedingungen des Weltmarktes ist letztendlich der Schlüssel zum Erfolg und zu einem lang anhaltenden Aufschwung, unterstreicht Erfurts IHK-Chef Gerald Grusser.
Demnach unterhalte inzwischen ein Drittel der Thüringer Unternehmen eigene Repräsentanzen im Ausland, im Vorjahr wären dies nur 18 Prozent gewesen. Demgegenüber ist der Anteil der Firmen, die ihre Auslandsgeschäfte über selbstständige Kooperationspartner und Handelsvertreter tätigen, deutlich von 37 auf 28 Prozent gesunken. In der Krise waren solche Kooperationen ein wichtiges Instrument, um im Markt zu bleiben, begründet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die nun wachsende Zahl von eigenständigen Niederlassungen verdeutliche jedoch die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit und das gestiegene Selbstbewusstsein Thüringer Betriebe im Ausland.
Zu den wichtigsten Zielregionen des Thüringer Außenhandels würden nach wie vor die EU-Mitgliedsstaaten gehören: mehr als 80 Prozent der exportierenden und knapp 70 Prozent der importierenden Unternehmen seien dort bereits tätig. An Bedeutung hätte der Export in die MENA-Region (Nordafrika, Naher und Mittlerer Osten) gewonnen, der im Vergleich zum Vorjahr mit sechs Prozent den stärksten Zuwachs aufweise.
Doch die Spuren der vorangegangenen Krise sind noch deutlich zu erkennen. Die Finanzierung und Absicherung von Auslandsgeschäften sowie der unkomplizierte Marktzugang bleiben für rund die Hälfte der Thüringer Unternehmen besonders wichtig, stellt der IHK-Chef fest. Daneben wären vor allem stabile politische Verhältnisse sowie Wechselkurs- und Rechtssicherheit gefragt.
Mit Blick auf die Zukunft verweist Grusser noch einmal auf das umfangreiche Serviceangebot der IHKs: Für international tätige Unternehmen bieten wir eine aktive Unterstützung bei der Recherche zuverlässiger Geschäftspartner und der Beschaffung verlässlicher Marktinformationen. Die IHKs würden dabei eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Auslandshandelskammern (AHKs) in der jeweiligen Zielregion.
Autor: psgGenau im richtigen Moment ergreifen die einheimischen Betriebe jetzt die Initiative und verstärken ihr Engagement im Ausland. Diese dynamische Reaktion auf die wechselnden Bedingungen des Weltmarktes ist letztendlich der Schlüssel zum Erfolg und zu einem lang anhaltenden Aufschwung, unterstreicht Erfurts IHK-Chef Gerald Grusser.
Demnach unterhalte inzwischen ein Drittel der Thüringer Unternehmen eigene Repräsentanzen im Ausland, im Vorjahr wären dies nur 18 Prozent gewesen. Demgegenüber ist der Anteil der Firmen, die ihre Auslandsgeschäfte über selbstständige Kooperationspartner und Handelsvertreter tätigen, deutlich von 37 auf 28 Prozent gesunken. In der Krise waren solche Kooperationen ein wichtiges Instrument, um im Markt zu bleiben, begründet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die nun wachsende Zahl von eigenständigen Niederlassungen verdeutliche jedoch die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit und das gestiegene Selbstbewusstsein Thüringer Betriebe im Ausland.
Zu den wichtigsten Zielregionen des Thüringer Außenhandels würden nach wie vor die EU-Mitgliedsstaaten gehören: mehr als 80 Prozent der exportierenden und knapp 70 Prozent der importierenden Unternehmen seien dort bereits tätig. An Bedeutung hätte der Export in die MENA-Region (Nordafrika, Naher und Mittlerer Osten) gewonnen, der im Vergleich zum Vorjahr mit sechs Prozent den stärksten Zuwachs aufweise.
Doch die Spuren der vorangegangenen Krise sind noch deutlich zu erkennen. Die Finanzierung und Absicherung von Auslandsgeschäften sowie der unkomplizierte Marktzugang bleiben für rund die Hälfte der Thüringer Unternehmen besonders wichtig, stellt der IHK-Chef fest. Daneben wären vor allem stabile politische Verhältnisse sowie Wechselkurs- und Rechtssicherheit gefragt.
Mit Blick auf die Zukunft verweist Grusser noch einmal auf das umfangreiche Serviceangebot der IHKs: Für international tätige Unternehmen bieten wir eine aktive Unterstützung bei der Recherche zuverlässiger Geschäftspartner und der Beschaffung verlässlicher Marktinformationen. Die IHKs würden dabei eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Auslandshandelskammern (AHKs) in der jeweiligen Zielregion.
