Mehr als Zucker
Freitag, 12. November 2010, 09:25 Uhr
Die Diagnose Diabetes geht mit vielen guten Ratschlägen und Hinweisen an die Patienten einher: Die Ernährung soll umgestellt werden, hinzu kommen die medikamentöse Therapie und die Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels. Eine Beratung über die Symptome kann Betroffenen helfen, ihre Krankheit und deren Folgen zu verstehen...
"Gerade bei Krankheiten, die nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen, ist es für die Patienten schwer, sich an die Empfehlungen von Arzt und Apotheker zu halten", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. Die Betroffenen können sich schnell durch die Anforderungen in ihrer Lebensqualität eingeschränkt oder überfordert fühlen.
Dennoch ist eine konsequente Behandlung essentiell: "Diabetes beginnt meist unmerklich; dadurch bleibt die Krankheit lange unerkannt", so Garke. "Doch ein dauerhaft überhöhter Blutzuckerspiegel kann sich fatal auf die Gesundheit auswirken." Die Blutgefäße verkalken schneller, wodurch sich nicht nur das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht. Durch Durchblutungsstörungen in kleineren Gefäßen können auch Augen und Nieren geschädigt werden und die Sensibilität von Nervenfasern abnehmen.
"Die regelmäßige Messung der Blutzuckerwerte ist eine wesentliche Säule der Diabetes-Therapie", informiert Garke. Bei der Bestimmung der Werte können gelegentlich Fehler auftreten. "Damit die Werte verlässlich sind, gilt es einige Regeln bei der Messung zu beachten", erklärt Garke. "Vor dem Messen, welches immer zur gleichen Tageszeit erfolgen sollte, müssen die Hände gewaschen und abgetrocknet werden, denn Essensreste oder Schweiß können die Messung beeinflussen."
Außerdem ist die medikamentöse Behandlung bei Diabetikern wichtig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. "Jeder Diabetiker wird individuell auf seine Medikamente eingestellt", sagt Garke. Typ-2-Diabetiker, deren Bauchspeicheldrüse noch immer das Hormon Insulin noch ausschüttet, werden mit Tabletten behandelt. Solche Patienten, bei denen die Insulinproduktion vollständig versiegt ist sowie Diabetiker vom Typ 1, sind auf die Gabe von Insulin-Präparaten angewiesen.
"Die Diabetesbehandlung geht mit viel Eigenverantwortung der Patienten einher", so Garke. Garke rät Diabetikern, sich bei Fragen zu ihrer Erkrankung, der Medikation oder zur Ernährung und zur Blutzuckermessung an Fachpersonal zu wenden. "Wer seine Krankheit kennt und weiß, welche Folgen sie haben kann, ist motivierter, die entsprechenden Maßnahmen zu befolgen." Apotheker können nicht nur helfen, Stechhilfen, Blutzuckermessgeräte oder Insulinpens richtig zu bedienen, sondern auch Auskünfte zur Krankheit und den Medikamenten geben.
Der diesjährige Weltdiabetestag am 14. November steht unter dem Motto "Übernehmen Sie die Kontrolle über den Diabetes. Jetzt." Allein in Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen an der Stoffwechselerkrankung, Tendenz steigend.
Autor: nnz"Gerade bei Krankheiten, die nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen, ist es für die Patienten schwer, sich an die Empfehlungen von Arzt und Apotheker zu halten", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. Die Betroffenen können sich schnell durch die Anforderungen in ihrer Lebensqualität eingeschränkt oder überfordert fühlen.
Dennoch ist eine konsequente Behandlung essentiell: "Diabetes beginnt meist unmerklich; dadurch bleibt die Krankheit lange unerkannt", so Garke. "Doch ein dauerhaft überhöhter Blutzuckerspiegel kann sich fatal auf die Gesundheit auswirken." Die Blutgefäße verkalken schneller, wodurch sich nicht nur das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht. Durch Durchblutungsstörungen in kleineren Gefäßen können auch Augen und Nieren geschädigt werden und die Sensibilität von Nervenfasern abnehmen.
"Die regelmäßige Messung der Blutzuckerwerte ist eine wesentliche Säule der Diabetes-Therapie", informiert Garke. Bei der Bestimmung der Werte können gelegentlich Fehler auftreten. "Damit die Werte verlässlich sind, gilt es einige Regeln bei der Messung zu beachten", erklärt Garke. "Vor dem Messen, welches immer zur gleichen Tageszeit erfolgen sollte, müssen die Hände gewaschen und abgetrocknet werden, denn Essensreste oder Schweiß können die Messung beeinflussen."
Außerdem ist die medikamentöse Behandlung bei Diabetikern wichtig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. "Jeder Diabetiker wird individuell auf seine Medikamente eingestellt", sagt Garke. Typ-2-Diabetiker, deren Bauchspeicheldrüse noch immer das Hormon Insulin noch ausschüttet, werden mit Tabletten behandelt. Solche Patienten, bei denen die Insulinproduktion vollständig versiegt ist sowie Diabetiker vom Typ 1, sind auf die Gabe von Insulin-Präparaten angewiesen.
"Die Diabetesbehandlung geht mit viel Eigenverantwortung der Patienten einher", so Garke. Garke rät Diabetikern, sich bei Fragen zu ihrer Erkrankung, der Medikation oder zur Ernährung und zur Blutzuckermessung an Fachpersonal zu wenden. "Wer seine Krankheit kennt und weiß, welche Folgen sie haben kann, ist motivierter, die entsprechenden Maßnahmen zu befolgen." Apotheker können nicht nur helfen, Stechhilfen, Blutzuckermessgeräte oder Insulinpens richtig zu bedienen, sondern auch Auskünfte zur Krankheit und den Medikamenten geben.
Der diesjährige Weltdiabetestag am 14. November steht unter dem Motto "Übernehmen Sie die Kontrolle über den Diabetes. Jetzt." Allein in Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen an der Stoffwechselerkrankung, Tendenz steigend.
