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Etwas viel 13

Freitag, 12. November 2010, 07:01 Uhr
Der SV SCHOTT Jena (bisher ohne Heimniederlage) empfängt den FSV Wacker 90 Nordhausen (ohne Auswärtssieg mit 13 erhaltenen Toren) am 13. Spieltag der Verbandsliga am Sonnabend, den 13.11.2010 um 11.00 Uhr in der Oberaue. Ein ermunterndes Omen ist das ja nicht für Abergläubische wegen der Dreizehn...


Und die Statistik sagt aus, dass Wacker bei den Schottianern in den Thüringenligazeiten tatsächlich nur diese Negativ-Ergebnisse erreichte: 1:0, 1:1, 2:0, 5:0, 2:0. Nimmt man die letzten Partien dieser Saison hinzu – o weh! Ein mulmiges Gefühl beschleicht den Wackerfan dann schon. Auch bei der Anstoßzeit stimmt alles. Das wird ja ein früher Ritt gen Jena.

Aber Wacker fährt nicht ins Jenaer Land, um die Punkte zu verschenken, auch wenn im Moment kaum einer einen Pfifferling auf die Mannschaft geben wird. Gerade deshalb kann es für die Mannschaft nur heißen, sich endlich als Einheit zu präsentieren, wo jeder für jeden und damit für den Verein alles gibt. Die große Chance liegt darin, endlich zu zeigen, dass Wacker vom Potenzial her nicht in die Tabellenregion gehört, in der man gegenwärtig steckt. Der Oberligaabsteiger aus Jena stellt für Wacker also eine echte Herausforderung dar.

Ungeachtet der Tatsache, dass SCHOTT am vergangenen Wochenende seine zweite Saison-Niederlage kassierte und sein Tormann Just nach 700 Minuten wieder einmal hinter sich greifen musste, hat die Mannschaft von Trainer Steffen Geisendorf einen guten Lauf und eine beachtliche spielerische Weiterentwicklung genommen. Neben dem traditionell starken Abwehrverhalten (erst 8 Gegentreffer – im Vergleich: Wacker 22) besticht Jena durch seine offensive Ausrichtung und besitzt mit Hacker, Richter und Enkelmann gefährliche Angreifer.

Die vom Nordhäuser Trainer Jens Ludwig nach dem 4:3-Sieg gegen Germania Ilmenau erwartete Serie bis Weihnachten wurden durch einen in allen fußballerischen Belangen überlegenen 1. FC Gera 03 allzu bald unterbrochen. Viele Fans verließen enttäuscht den Sportplatz und zweifelten an, dass ausgerechnet in Jena der Bock umgestoßen werden könne. Das Spiel mit Gera zeigte aber auch das: Noch die Anhänger hinter der Mannschaft, kamen doch wieder 370 Zuschauer in den AKS, womit die Wackerfans wenigstens in den Zuschauerzahlen den Spitzenplatz in der Verbandsliga errungen haben.

An der Personalsituation der Nordhäuser wird sich bis zum Wochenende kaum etwas ändern. Also muss im Wesentlichen das gleiche Aufgebot versuchen, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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