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Arbeitsplätze gesichert

Donnerstag, 13. März 2003, 14:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sind nun unter dem Dach einer selbständigen Stiftung vereint. Welche Auswirkungen diese neue Situation haben wird, das hat die nnz erfahren.


In seiner jüngsten Plenumssitzung verabschiedete der Thüringer Landtag das von den Beteiligten lang ersehnte Errichtungsgesetz zur selbständigen Stiftung der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Durch diesen Beschluss ist die bislang über die Jahre hinweg unselbständig agierende Stiftung in den Status der Selbständigkeit und damit der Rechtsfähigkeit getreten.

In einem sehr langwierigen Prozess hat der Stiftungsrat der unselbständigen Stiftung KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Landratsamt Nordhausen die Grundlage für die nunmehr durch den Landtag bestätigte Gesetzesvorlage geschaffen. Da der Landtag dieses Errichtungsgesetz rückwirkend zum 1. Januar 2003 beschlossen hat, geht nach Erlangung der Rechtskraft dieses Gesetzes die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in die Rechtsträgerschaft der selbständigen Stiftung über.

Der bisherige Rechtsträger, das Landratsamt Nordhausen, wird, obwohl ab 2004 die bisher gezahlten jährlichen Zuschüsse nicht mehr, wie von Landrat Joachim Claus gefordert, anfallen, den Landkreis mit Sitz und Stimme im Stiftungsrat vertreten. Mit einem kürzlich abgeschlossenen Personalüberleitungsvertrag werden alle Mitarbeiter in die neue Stiftung übernommen. Damit sind die in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora vorhandenen Arbeitsplätze auch für die Zukunft gesichert.
Autor: nnz

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