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nnz-Forum: Das andere Bild

Montag, 01. November 2010, 10:43 Uhr
Im Forum der nnz hatte Harald Buntfuß aus Nordhausen über seinen kurzen Eindrücke von der Gesamtmitgliederversammlung geschildert. Dazu gibt es jetzt ein konträre Meinung...


Zum Leserbrief von Herrn Buntfuß in der NNZ unter dem Titel „Nicht erwünscht“ über den Kreisparteitag der Linken am 29.10.2010: Auch diese Veranstaltung war öffentlich und vier Gäste waren anwesend und saßen inmitten unserer Mitglieder. Es war auch bis zum Eintreffen des Herrn Buntfuß niemanden aufgefallen, dass keine extra Stuhlreihe für Gäste da war.

Ganz selbstverständlich hatten sich die zuvor eingetroffenen Gäste mitten unter unsere Genossen gesetzt. Ein Genosse und ich saßen am Einlass. Beim Eintreffen des Herrn Buntfuß standen einige Leute an unserem Tisch und trugen sich in die Teilnehmerliste ein. So dass Herr Buntfuß gar nicht mit „vielen hasserfüllten Blicken“ angesehen werden konnte. Eben weil ihn niemand im Saal wahrgenommen hat. Selbst die neben mir sitzende zweite Person bekam davon nichts mit.

Auf seine Frage, wo die Stühle für Gäste seien, antwortete ich ihm: „Herr Buntfuß, wollen Sie wirklich an unserer Veranstaltung teilnehmen und dann unsere älteren Genossen wieder beleidigen?“ (siehe Artikel in der NNZ vom 02.11. 2009 zu Rehabilitierung der DDR?) Daraufhin antwortete er: „Da kann ich ja wieder gehen, aber das schreibe ich in der Zeitung“. Und ging. Soweit der Sachverhalt.


Grund für meine Frage war auch, dass sich Herr Buntfuß, immer wenn es um die Partei DIE LINKE und ihre Vertreter geht, sich mit unsachlichen und vor allem persönlichen Äußerungen in der NNZ darstellt. Die Beleidigung gipfelte im oben genannten Artikel, so dass ich einfach spontan die Frage stellen musste, ohne es vorher mit der Tagungsleitung absprechen zu können. Aber ich habe nach dem 02.11.2009 immer gesagt, nimmt Herr Buntfuß noch einmal an unseren Veranstaltungen teil, teile ich allen Mitgliedern meine persönliche Auffassung mit und das hätte ich auch am vergangenen Freitag getan.

Bezüglich der SED Opferrente und der Ausgleichsleistungen nach § 8 BerRehaG möchte ich folgendes den NNZ-Lesern zur Kenntnis geben: Auf einer gemeinsamen Fahrt nach Erfurt zur Abschlussveranstaltung des Volksbegehrens haben sich mein Mann und Herr Buntfuß über ihr Leben in der DDR ausgiebig unterhalten. In diesem Zusammenhang hat mein Mann das an Herrn Buntfuß begangene Unrecht zu DDR-Zeiten bedauert. Es wäre für mich nicht nachvollziehbar, wenn heute Herr Buntfuß dafür „den Unmut der Genossen zu spüren“ bekäme. Es hat wohl andere Ursachen?

Kritik soweit sie berechtigt ist, ja, aber Diffamierung unserer älteren Mitglieder auf keinen Fall. Das hat auch nichts mit Satire zu tun, wenn Mitglieder der Nordhäuser Parteigruppe mit Margot Honecker – freilich ohne Zwangsexil in Chile- verglichen werden. Ich schreibe diese Zeilen, damit sich die Leser der NNZ- online ein eigenes Bild machen können.
Gerlinde Bachmann, Mitglied der AG Senioren
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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