Einzigartig vielfältig
Dienstag, 26. Oktober 2010, 11:05 Uhr
Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises war gestern zu Gast im Nordhäuser Familienzentrum. In der Vielfalt der Angebote ist das Familienzentrum einzigartig in Thüringen, sagte Christine Wagner, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales des Landratsamtes, das die Einrichtung ebenso wie das Land anteilig finanziert. Weitere Einzelheiten wie immer mit dem bekannten Klick...
Zum Leistungsspektrum gehören u. a. Familienbildung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Entwicklungspsychologische Beratung und der Kinder- und Jugendschutzdienst. Die präventiven Angebote wirken oft als Türöffner für unser Haus, erläuterte Petra Dienemann vom Familienzentrum des Jugendsozialwerks Nordhausen e.V. Die Eltern würden durch Angebote der Familienbildung die Einrichtung kennen lernen und dann auch bei Bedarf weitere Beratungsangebote nutzen.
Der Kinderschutzdienst sei ein Zweig des Hauses, der in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen habe, so Petra Dienemann. Im vergangenen Jahr bearbeitete das Familienzentrum rund 200 Fälle. In diesem Jahr sind es bereits 196 intensive Betreuungen in Sachen Kinderschutz. Die meisten Fälle resultieren aus Konflikten in den Familien, gefolgt von Umgangs- und Sorgerechtsfragen, häuslicher Gewalt und Missbrauch von Kindern. Teilweise begleiten wir die Familien über Jahre hinweg, so Petra Dienemann.
Der Schutzdienst ist ein Beratungs- und Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche, die von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt oder Vernachlässigung betroffen oder bedroht sind, die Probleme mit der Trennung oder Scheidung der Eltern oder andere familiäre, schulische oder soziale Probleme haben – wobei die Eltern miteinbezogen werden. Dabei arbeitet das Familienzentrum eng mit dem Jugendamt zusammen.
In Fragen der Kindeswohlgefährdung versuchen wir stets, gemeinsam mit den Eltern die Gefährdungslagen für die Kinder zu bearbeiten. Bei akuter Kindeswohlgefährdung nehmen wir die Kinder in unsere Obhut. Als letztes Mittel haben wir die Möglichkeit, die Familiengerichte anzurufen, wenn die Eltern zu einer Mitarbeit nicht bereit oder in der Lage sind, erklärte Elke Schnabel, Leiterin der Sozialen Dienste im Landratsamt.
Das Familienzentrum ist ein fest etabliertes Angebot, das nicht mehr wegzudenken ist, so Ausschussvorsitzender Andreas Weigel, Geschäftsführer des Jugendsozialwerks. Eine solche Einrichtung darf nicht der Finanzpolitik zum Opfer fallen, ergänzte Ausschussmitglied Matthias Ehrhold, Bürgermeister von Ellrich, im Hinblick auf die nicht kostendeckende Finanzierung.
Autor: nnzZum Leistungsspektrum gehören u. a. Familienbildung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Entwicklungspsychologische Beratung und der Kinder- und Jugendschutzdienst. Die präventiven Angebote wirken oft als Türöffner für unser Haus, erläuterte Petra Dienemann vom Familienzentrum des Jugendsozialwerks Nordhausen e.V. Die Eltern würden durch Angebote der Familienbildung die Einrichtung kennen lernen und dann auch bei Bedarf weitere Beratungsangebote nutzen.
Der Kinderschutzdienst sei ein Zweig des Hauses, der in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen habe, so Petra Dienemann. Im vergangenen Jahr bearbeitete das Familienzentrum rund 200 Fälle. In diesem Jahr sind es bereits 196 intensive Betreuungen in Sachen Kinderschutz. Die meisten Fälle resultieren aus Konflikten in den Familien, gefolgt von Umgangs- und Sorgerechtsfragen, häuslicher Gewalt und Missbrauch von Kindern. Teilweise begleiten wir die Familien über Jahre hinweg, so Petra Dienemann.
Der Schutzdienst ist ein Beratungs- und Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche, die von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt oder Vernachlässigung betroffen oder bedroht sind, die Probleme mit der Trennung oder Scheidung der Eltern oder andere familiäre, schulische oder soziale Probleme haben – wobei die Eltern miteinbezogen werden. Dabei arbeitet das Familienzentrum eng mit dem Jugendamt zusammen.
In Fragen der Kindeswohlgefährdung versuchen wir stets, gemeinsam mit den Eltern die Gefährdungslagen für die Kinder zu bearbeiten. Bei akuter Kindeswohlgefährdung nehmen wir die Kinder in unsere Obhut. Als letztes Mittel haben wir die Möglichkeit, die Familiengerichte anzurufen, wenn die Eltern zu einer Mitarbeit nicht bereit oder in der Lage sind, erklärte Elke Schnabel, Leiterin der Sozialen Dienste im Landratsamt.
Das Familienzentrum ist ein fest etabliertes Angebot, das nicht mehr wegzudenken ist, so Ausschussvorsitzender Andreas Weigel, Geschäftsführer des Jugendsozialwerks. Eine solche Einrichtung darf nicht der Finanzpolitik zum Opfer fallen, ergänzte Ausschussmitglied Matthias Ehrhold, Bürgermeister von Ellrich, im Hinblick auf die nicht kostendeckende Finanzierung.

