Sieben in 90 Minuten
Sonntag, 24. Oktober 2010, 16:16 Uhr
Heute muss nun wieder endlich mal ein Sieg eingefahren werden. Diese Vorgabe wird Wacker-Trainer Jens Ludwig seinen Jungs schon mit auf den Weg gegeben haben. Doch haben die das im Spiel gegen Germania Ilmenau auch umgesetzt?
In den vergangenen Tagen hatte sich – technisch gesehen – einiges im Albert-Kuntz-Sportpark getan. Der Bereich um das Bistro wurde ebenso gepflastert wie ein Teil des AKS-Innenreviers. Wer sich das alles in den ersten Spielminuten angeschaut hatte, der verpasste auf dem Spielfeld nicht viel. Abtasten kann man das höflich nennen. Das Abtasten war mit dem ersten Angriff der Gäste vorbei. Toni Rinn stand sechs Meter vor dem Tor völlig frei, köpfte die Kugel jedoch darüber hinweg.
Der zweite Ilmenauer Angriff war dann erfolgreicher. Wieder bekam Rinn völlig freistehend den Ball, konnte im Strafraum unbedrängt auf Alexander Mantlik abspielen und der suchte sich seelenruhig die Ecke aus. 0:1 nach 15 Minuten. Vier Minuten später der erste ernsthafte Nordhäuser Schuss auf das Gästetor. Lars Pohl war der Absender.
Die 25. Minute: Und wieder die linke Außenverteidigung von Wacker. Daniel Wiegleb meterweit weg vom Angreifer mit der Nummer 8, – Toni Rinn – der letztlich am herausgeeilten Lars Greschke scheitert. Vier Minuten später dann das zweite Tor der Südthüringer, wieder von der rechten Seite, wieder von Toni Rinn (0:2). Zu den Leistungen der Wacker-Abwehr muss an dieser Stelle nichts geschrieben werden: Aufhören, rufen einige Zuschauer. Drei Minuten danach lag das dritte Tor in der Luft, einige Minuten später das vierte Tor. Doch Greschke war davor – noch.
In der 33. Minute wieder mal ein Lichtblick durch die Gastgeber. Adil Boukantar nimmt einen Ball von Jan-Philipp Rose direkt, scheitert jedoch am Ilmenauer Schlussmann. War das ein Angriff mit Signalwirkung? Ja! Torsten Klaus bekommt den Ball in der 38. Minute und verwandelt aus halblinker Position zum 1:2-Anschluss für Wacker Nordhausen. Doch Ilmenau bleibt weiter gefährlich und kommt zu weiteren Chancen (42.).
Auch Wacker will es jetzt wissen, nach vier Ecken und diversen Torschüssen kann der Ilmenauer Torwart den fünften Eckball endlich festhalten. Eine weitere Großchance für Wacker kann Christopher Beck nicht verwandeln. Dann ist Halbzeit.
Daniel Wiegleb blieb in der Kabine, dafür bestritt Stephan Hoffmann die zweite Hälfe dieses Punktspiels. Die begann mit einem straffen Schuss der Gäste, der – leicht abgefälscht – am Tor vorbeistrich. Im Gegenzug ein Handspiel von Benjamin Wank im Ilmenauer Strafraum. Elfmeter. Torsten Klaus haut in der 50. Minute die Kugel unhaltbar ins Gästetor. Es steht 2:2.
Wacker macht in dieser Phase des Spiels Druck, während Ilmenau geschickt verzögert. Das allerdings hilft nichts, denn die 339 Zuschauer sehen in der 62. Spielminute den bis dahin schönsten Spielzug über Daniel Braun und LarsvPohl, den Torsten Klaus mit dem Kopf zum Führungstreffer für Wacker vollenden kann (3:2).
Aber die Nordhäuser werden kalt erwischt, in der 67. Spielminute balancierte Lukas Mosert den Ball ins Greschke-Tor – 3:3 Ausgleich. Im Gegenzug haut Rose für Nordhausen den Ball zum 4:3 aus halblinker Position von der Strafraumgrenze in die Maschen. Danach vergibt Klaus egoistisch, statt Lars Pohl zu bedienen. Sekunden später verzieht Braun aus 20 Meter.
Ilmenau kämpft und hat Pech: In der 76. Minute köpft Jüngling freistehend neben das leere Wacker-Tor. Zwei Minuten danach muss René Taute verletzt gegen Marcus Vopel ausgewechselt werden. Die dritte Auswechslung auf Seiten von Wacker in der 79. Minute. Für Rose spielt jetzt Robert Kruppa.
Bemerkenswert: Die Gäste aus dem Thüringer Wald geben nicht auf, drängen auf den erneuten Ausgleich. Dadurch entstehen Räume für den Wacker-Angriff, die jedoch nicht genutzt werden können (87., Boukantar). Schiri Britting lässt fünf Minuten nachspielen und Daniel Braun bekommt nach mehrfachem Foulspiel innerhalb weniger Minuten noch die gelb-rote Karte. Später sieht Pohl das leere Tor nicht, das Spiel ist mittlerweile in der fünften Nachspielminute. Dann ist Schluss. Wacker hat verdient gewonnen, muss jedoch in der Abwehr noch einige Schwachstellen beseitigen. Endgültig.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzIn den vergangenen Tagen hatte sich – technisch gesehen – einiges im Albert-Kuntz-Sportpark getan. Der Bereich um das Bistro wurde ebenso gepflastert wie ein Teil des AKS-Innenreviers. Wer sich das alles in den ersten Spielminuten angeschaut hatte, der verpasste auf dem Spielfeld nicht viel. Abtasten kann man das höflich nennen. Das Abtasten war mit dem ersten Angriff der Gäste vorbei. Toni Rinn stand sechs Meter vor dem Tor völlig frei, köpfte die Kugel jedoch darüber hinweg.
Der zweite Ilmenauer Angriff war dann erfolgreicher. Wieder bekam Rinn völlig freistehend den Ball, konnte im Strafraum unbedrängt auf Alexander Mantlik abspielen und der suchte sich seelenruhig die Ecke aus. 0:1 nach 15 Minuten. Vier Minuten später der erste ernsthafte Nordhäuser Schuss auf das Gästetor. Lars Pohl war der Absender.
Die 25. Minute: Und wieder die linke Außenverteidigung von Wacker. Daniel Wiegleb meterweit weg vom Angreifer mit der Nummer 8, – Toni Rinn – der letztlich am herausgeeilten Lars Greschke scheitert. Vier Minuten später dann das zweite Tor der Südthüringer, wieder von der rechten Seite, wieder von Toni Rinn (0:2). Zu den Leistungen der Wacker-Abwehr muss an dieser Stelle nichts geschrieben werden: Aufhören, rufen einige Zuschauer. Drei Minuten danach lag das dritte Tor in der Luft, einige Minuten später das vierte Tor. Doch Greschke war davor – noch.
In der 33. Minute wieder mal ein Lichtblick durch die Gastgeber. Adil Boukantar nimmt einen Ball von Jan-Philipp Rose direkt, scheitert jedoch am Ilmenauer Schlussmann. War das ein Angriff mit Signalwirkung? Ja! Torsten Klaus bekommt den Ball in der 38. Minute und verwandelt aus halblinker Position zum 1:2-Anschluss für Wacker Nordhausen. Doch Ilmenau bleibt weiter gefährlich und kommt zu weiteren Chancen (42.).
Auch Wacker will es jetzt wissen, nach vier Ecken und diversen Torschüssen kann der Ilmenauer Torwart den fünften Eckball endlich festhalten. Eine weitere Großchance für Wacker kann Christopher Beck nicht verwandeln. Dann ist Halbzeit.
Daniel Wiegleb blieb in der Kabine, dafür bestritt Stephan Hoffmann die zweite Hälfe dieses Punktspiels. Die begann mit einem straffen Schuss der Gäste, der – leicht abgefälscht – am Tor vorbeistrich. Im Gegenzug ein Handspiel von Benjamin Wank im Ilmenauer Strafraum. Elfmeter. Torsten Klaus haut in der 50. Minute die Kugel unhaltbar ins Gästetor. Es steht 2:2.
Wacker macht in dieser Phase des Spiels Druck, während Ilmenau geschickt verzögert. Das allerdings hilft nichts, denn die 339 Zuschauer sehen in der 62. Spielminute den bis dahin schönsten Spielzug über Daniel Braun und LarsvPohl, den Torsten Klaus mit dem Kopf zum Führungstreffer für Wacker vollenden kann (3:2).
Aber die Nordhäuser werden kalt erwischt, in der 67. Spielminute balancierte Lukas Mosert den Ball ins Greschke-Tor – 3:3 Ausgleich. Im Gegenzug haut Rose für Nordhausen den Ball zum 4:3 aus halblinker Position von der Strafraumgrenze in die Maschen. Danach vergibt Klaus egoistisch, statt Lars Pohl zu bedienen. Sekunden später verzieht Braun aus 20 Meter.
Ilmenau kämpft und hat Pech: In der 76. Minute köpft Jüngling freistehend neben das leere Wacker-Tor. Zwei Minuten danach muss René Taute verletzt gegen Marcus Vopel ausgewechselt werden. Die dritte Auswechslung auf Seiten von Wacker in der 79. Minute. Für Rose spielt jetzt Robert Kruppa.
Bemerkenswert: Die Gäste aus dem Thüringer Wald geben nicht auf, drängen auf den erneuten Ausgleich. Dadurch entstehen Räume für den Wacker-Angriff, die jedoch nicht genutzt werden können (87., Boukantar). Schiri Britting lässt fünf Minuten nachspielen und Daniel Braun bekommt nach mehrfachem Foulspiel innerhalb weniger Minuten noch die gelb-rote Karte. Später sieht Pohl das leere Tor nicht, das Spiel ist mittlerweile in der fünften Nachspielminute. Dann ist Schluss. Wacker hat verdient gewonnen, muss jedoch in der Abwehr noch einige Schwachstellen beseitigen. Endgültig.
Peter-Stefan Greiner










