nnz-online

Treffsicherheit gefragt

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 08:40 Uhr
Der FSV Wacker 90 Nordhausen musste sich zum Leidwesen der fast 700 anwesenden Fans gegen den im Elfmeterschießen glücklicher agierenden Gegner 1. FC Gera 03 aus dem Pokalgeschehen verabschieden und kann sich nun auf den Punktekampf konzentrieren. Der Vorbericht von Klaus Verkouter...

Pokalspiel gegen Gera (Foto: H. Michel) Pokalspiel gegen Gera (Foto: H. Michel)

Volle Konzentration ist am Samstag, den 16. Oktober 2010 ab 14.00 Uhr auf dem Sportplatz Warte in der Orlamünder Straße beim VfB 09 Pößneck auch vonnöten, um bei den punktgleichen Ostthüringern erfolgreich zu bestehen; denn der VfB befindet sich nach schwachem Start etwas im Aufwind, spielte er doch in den letzten beiden Wochen gegen Altenburg 1:1 und siegte in Leinefelde 1:0.

Torsten Schäfer aus Pößneck, der Stadt an der Kotschau, sah diesen Erfolg so: „Der Sieg war verdient. Pößneck mit dem meisten Ballbesitz und besseren Spielanteilen. Die Abwehr stand sicher und die Taktik wurde umgesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass nach dem lang ersehnten Sieg die gute Arbeit von Jens Förster, der Athletik-Training aus dem Profibereich absolviert, weiter Früchte trägt.“

Es gibt also überhaupt keinen Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, denn selbst bei einem Unentschieden droht Wacker das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. Die Devise kann nur lauten, mit einem Sieg und drei Punkten im Gepäck die Heimreise anzutreten. Die entsprechende Taktik dafür zu finden, muss Trainer Jens Ludwig in den nächsten Tagen gelingen. Das ist keine leichte Aufgabe, da auch die Pößnecker auf Sieg spielen müssen.

Acht Jahre kickte der VfB 09 in der Oberliga, bevor nach der letzten Saison der bittere Abstieg in die Verbandsliga Thüringen hingenommen werden musste. Ein großer Aderlass an Oberligaspielern war die logische Folge. Neutrainer Faruk Hujdurovic war und ist nicht um diese Situation zu beneiden. Trotz des holprigen Saisonstarts strebt er mit gesundem Optimismus einen gesicherten Mittelfeldplatz. Er sieht das Jahr als Etappe, den Verein neu zu ordnen und jungen Spielern eine Chance zu geben, um in der nächsten Saison wieder aufzusteigen. Auch Wacker-Coach Ludwig muss nach dem schwierigen Versuch des Einbaus von jungen Talenten aus der Region und der Verpflichtung einiger Akteure mit höherklassigen Erfahrungen erst eine richtige Truppe zusammenschweißen.

Noch ist das, gemessen an der Punktausbeute, Tabellenstand und den Wünschen von Vereinsführung und Fans, nicht restlos gelungen. Es bleibt aber, um die für Nordhausen typischen hohen Erwartungen zu erfüllen, keine andere Alternative, als jetzt eine Serie bis zum Dezember hinzulegen. Genau vor einem Jahr war das um diese Zeit herum auch gelungen – mit einem keinesfalls besseren Kader.

Denn für die Elle, Kolan, Jäschke, Kretschmer oder Slawinsky stehen nun Beck, Boukantar, Rose, Kruppa, Steinecke, auch wieder Braun und T. Steinbach, sowie etliche hoffnungsvolle Anschlusskader zur Verfügung. Daraus muss doch etwas zu machen sein. Deshalb bin ich auch optimistisch, dass dem Heiligenstädter 5:0 ein weiterer Sieg folgen kann, obwohl Wacker auswärts noch keinen einzigen Punkt holte (0:4, 1:2 und 2:3 lauteten die Ergebnisse).

Die Wacker-Reserve genießt am Sonntag, den 17.10. Heimrecht und empfängt im Albert-Kuntz-Sportpark um 14.00 Uhr den EFC 08 Ruhla, der als Tabellenachter nur einen Punkt vor den Nordhäusern (12.) liegt, die seit dem 21.08. kein Punktspiel mehr gewannen. Wacker II muss aufpassen, dass man wieder in die Erfolgsspur findet, um ein Abrutschen in die gefährdeten Regionen zu vermeiden. Ruhla kommt mit der Empfehlung eines klaren 3:1-Sieges vom letzten Punktspiel gegen Eisenach an den Rand des Südharzes. Wir drücken beiden Wacker-Vertretungen die Daumen und hoffen auf ein erfolgreiches Wochenende.

Zum Abschluss möchte ich mich auch auf diesem Weg herzlich für die vielen guten Wünsche zu meinem Geburtstag bedanken, zu dessen Bekanntgabe wohl auch eine Veröffentlichung in der nnz beitrug.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de