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2002 - ein Jahr der Talfahrt

Montag, 03. März 2003, 10:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Das zurückliegende Jahr könnte die Thüringer Bauwirtschaft getrost aus ihren Statistiken streichen. Es war miserabel. Der einzige Trost: Rund um Thüringen sah es 2002 nicht viel besser aus. Die exakten Zahlen wie immer in Ihrer nnz.


Im Jahr 2002 verringerte sich der Umsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes um 15,2 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. Damit waren die Umsatzrückgänge in Thüringen nahezu doppelt so hoch wie in Deutschland und auch um die Hälfte höher als in den neuen Bundesländern. Die bauhauptgewerblichen Betriebe Thüringens meldeten im Jahr 2002 preisbereinigt 10,1 Prozent weniger Auftragseingänge als im Jahr 2001. In Deutschland gingen 5,9 Prozent weniger Aufträge ein.

Mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen um über ein Fünftel im Vergleich zum Jahr 2001 lag Thüringen im Durchschnitt der Monate Januar bis Dezember 2002 über dem rückläufigen Ergebnis der neuen Bundesländer. In Deutschland sank die Beschäftigtenzahl um etwa die Hälfte geringer als in Thüringen. Auch bei den geleisteten Arbeitsstunden gab es in Thüringen den deutlichsten Rückgang. In den neuen Bundesländern und in Deutschland sank die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden wesentlich geringer.

Der höchste Anstieg des Umsatzes je Beschäftigten wurde mit 7,4 Prozent für die neuen Bundesländer ermittelt. In Thüringen stieg die Produktivität um 6,9 Prozent und in Deutschland um 3,5 Prozent. Mit 95 712 Euro Umsatz je Beschäftigten lag Thüringen um 7,0 Prozent unter dem Durchschnitt der neuen Bundesländer und damit bei ca. 80 Prozent des Bundesdurchschnitts.
Autor: nnz

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