Zwei auf einen Schlag
Freitag, 28. Februar 2003, 13:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Großer Bahnhof heute im Nordhäuser Rathaus. Dort wurden am Vormittag zwei wichtige Verkehrsverträge unterzeichnet. Sie waren so wichtig, dass selbst Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster nach Nordhausen reiste.
Schuster kam mit dem Dienstwagen und deshalb wohl auch verspätet. Mit der Bahn und dem Stundentakt zwischen Erfurt und Nordhausen wäre ihm das nicht passiert. Trotzdem wurden heute die entsprechenden Verträge unterschrieben, die den Schienenverkehr in und um Nordhausen attraktiver machen sollen. Hauptakteur war nicht etwa das Land Thüringen, sondern die Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Das Unternehmen unterzeichnete mit dem Land Thüringen den nunmehr zweiten Verkehrsvertrag. Ziel dieses Vertrages ist es, ab dem 1. Mai 2004 (kurz nach der Eröffnung der Landesgartenschau) in Nordhausen umsteigefreie Verbindungen zwischen dem Stadtgebiet und dem Südharz bis nach Ilfeld anzubieten.
Möglich machen dies drei neue Siemens-Niederflur-Straßenbahnen vom Typ Combino. Die Fahrzeuge werden allerdings mit einem speziellen Hybridantrieb ausgestattet, sie tragen deshalb den Zusatz Duo. Entwickelt wurde der Antrieb vom Team der IGENO um Otto Brand. Die HSB ihrerseits installiert gegenwärtig zwischen Nordhausen und Ilfeld ein elektronisches Zugleitsystem – mit finanzieller Unterstützung des Landes Thüringen. Darüber hinaus werden die Gleise zur Erhöhung der Streckengeschwindigkeit weiter saniert und ein neuer Haltepunkt Ilfeld-Krankenhaus errichtet.
Ein Verkehrsleistungsvertrag wurde dann zwischen der HSB und den Nordhäuser Stadtwerken unterschrieben. Schließlich werden die Stadtwerke einen Teil der geplanten Verkehrsleistungen für die HSB auf der kleinen Südharzstrecke erbringen. Die Geschichte der Zusammenarbeit beider Unternehmen reicht bis in das Jahr 1999 zurück. Nach einer Absichtserklärung erfolgte im Jahr 2001 der Spatenstich für den Bau des Gleisanschlusses am Bahnhof Nordhausen-Nord. Seit fast einem Jahr fahren Straßenbahnen und Triebwagen der HSB von einem gemeinsamen Bahnsteig ab.
Im kommenden Jahr werden nun die beiden Combino-Duo-Fahrzeuge der Stadtwerke die Strecke bis Ilfeld-Krankenhaus umsteigefrei bedienen. Die HSB wird auf dem Steckenabschnitt weitere Triebwagenverbindungen im Takt mit dem Duo Combino und den bekannten Dampfzügen anbieten. Im Anschluß an die Vertragsunterzeichnung besuchte Minister Franz Schuster die Mobilitätszentrale im Nordhäuser Bahnhof. Darüber wird die nnz noch ausführlich berichten.
Autor: nnz
Schuster kam mit dem Dienstwagen und deshalb wohl auch verspätet. Mit der Bahn und dem Stundentakt zwischen Erfurt und Nordhausen wäre ihm das nicht passiert. Trotzdem wurden heute die entsprechenden Verträge unterschrieben, die den Schienenverkehr in und um Nordhausen attraktiver machen sollen. Hauptakteur war nicht etwa das Land Thüringen, sondern die Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Das Unternehmen unterzeichnete mit dem Land Thüringen den nunmehr zweiten Verkehrsvertrag. Ziel dieses Vertrages ist es, ab dem 1. Mai 2004 (kurz nach der Eröffnung der Landesgartenschau) in Nordhausen umsteigefreie Verbindungen zwischen dem Stadtgebiet und dem Südharz bis nach Ilfeld anzubieten. Möglich machen dies drei neue Siemens-Niederflur-Straßenbahnen vom Typ Combino. Die Fahrzeuge werden allerdings mit einem speziellen Hybridantrieb ausgestattet, sie tragen deshalb den Zusatz Duo. Entwickelt wurde der Antrieb vom Team der IGENO um Otto Brand. Die HSB ihrerseits installiert gegenwärtig zwischen Nordhausen und Ilfeld ein elektronisches Zugleitsystem – mit finanzieller Unterstützung des Landes Thüringen. Darüber hinaus werden die Gleise zur Erhöhung der Streckengeschwindigkeit weiter saniert und ein neuer Haltepunkt Ilfeld-Krankenhaus errichtet.
Ein Verkehrsleistungsvertrag wurde dann zwischen der HSB und den Nordhäuser Stadtwerken unterschrieben. Schließlich werden die Stadtwerke einen Teil der geplanten Verkehrsleistungen für die HSB auf der kleinen Südharzstrecke erbringen. Die Geschichte der Zusammenarbeit beider Unternehmen reicht bis in das Jahr 1999 zurück. Nach einer Absichtserklärung erfolgte im Jahr 2001 der Spatenstich für den Bau des Gleisanschlusses am Bahnhof Nordhausen-Nord. Seit fast einem Jahr fahren Straßenbahnen und Triebwagen der HSB von einem gemeinsamen Bahnsteig ab.
Im kommenden Jahr werden nun die beiden Combino-Duo-Fahrzeuge der Stadtwerke die Strecke bis Ilfeld-Krankenhaus umsteigefrei bedienen. Die HSB wird auf dem Steckenabschnitt weitere Triebwagenverbindungen im Takt mit dem Duo Combino und den bekannten Dampfzügen anbieten. Im Anschluß an die Vertragsunterzeichnung besuchte Minister Franz Schuster die Mobilitätszentrale im Nordhäuser Bahnhof. Darüber wird die nnz noch ausführlich berichten.
