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Auf das normale Niveau

Donnerstag, 27. Februar 2003, 10:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Anfang kommender Woche soll die Entscheidung zum Neubau eines Einkaufszentrums am Nordhäuser Pferdemarkt fallen. Die Stadträte müssen zwischen zwei Anbietern auswählen. Dann geht eine Phase von Gesprächen, Absagen und Änderungen zu Ende.


Die Entscheidung wird den Stadträten schwer fallen. Wie nnz erfuhr, haben die beiden Bewerber, die ihre Konzepte vorstellten, ähnliche Ideen. Einige Details unterscheiden sich, dazu können Sie sich ausführlich im Archiv der nnz informieren. Vielleicht wird es den Stadträten ja auch leicht gemacht und die Verwaltung präsentiert in „guter alter Tradition“ einen Favoriten – als Vorschlag sozusagen. Fest steht aber erst einmal, dass der Quadratmeter am Pferdemarkt für rund 31 Euro an den Investor verkauft wird. Da es sich um eine Gesamtfläche von etwa 6.500 Quadratmeter handelt, werden da ein wenig mehr als 200.000 Euro in die Kassen der Stadt und des Thüringer Liegenschaftsmanagements gespült.

Einst hatten sich neun Interessenten beworben. Nach Sichtung der Unterlagen blieben noch fünf im Rennen, darunter auch eine Firma aus Nordhausen. Die schied gemeinsam mit drei anderen Bewerbern sofort aus, als die „Galeria Kaufhof“ ins Spiel gebracht wurde.

Die angebliche Joker-Karte zog ein Unternehmen aus Leipzig. Sie stellte die Ansiedlung dieses Einkaufparadieses in Aussicht und wurde dann „exklusiv behandelt“. Bereits zu diesem Zeitpunkt winkten allerdings Branchenkenner ab (siehe im nnz-Archiv). Und so kam es dann auch. Das Leipziger Konzept wurde geändert, die Galeria verschwand, die Finanziers wechselten.

Und so wurde denn aus dem zeitweiligen Favoriten wieder einer von zwei Bietern. Eben jene, die den Stadträten ihre Konzepte vorstellten. Aus der Galerie-Kaufhof als „Ankermieter“ ist ein größerer Lebensmittelmarkt geworden. Die höhersegmantalischen Vorstellungen in Nordhausen mussten auf das normale Level heruntergeschraubt werden. Zusätzlich zum SB-Markt werden sich kleinere Läden gesellen. Alles also wie gehabt und schon erlebbar – an der Bahnhofstraße.
Autor: nnz

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