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nnz-Rückspiegel: 27. Februar 2002

Donnerstag, 27. Februar 2003, 06:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Orkan „Anna“, JU und Nordbrand


Auf Spurensuche nach „Anna“
Der Orkan „Anna“ ist gestern und in der Nacht auch über den Landkreis Nordhausen hinweggefegt.
Zorge bei Nordhausen „Wir haben Glück gehabt“, beschreibt Erich Etzrodt die zurückliegenden Stunden. Der Kreisbrandinspektor konnte keine Schäden oder Behinderungen durch Sturm bzw. Regen vermelden. Dafür sind die Pegelstände der Flüsse im Landkreis in der vergangenen Nacht deutlich angestiegen. Die Alarmstufe 1 mußte bei der Bere im Südharz ausgerufen werden. Dort wurden um 7.00 Uhr 2,07 m gemessen. Das ist knapp vor Stufe 2, die bei 2,10 m ausgerufen werden muß.

Die sogenannte Meldegrenze sei auch bei der Zorge im Raum Nordhausen deutlich überschritten worden. Derzeit liegt der Zorgepegel bei 1,26 m. Grund zur Sorge gebe es allerdings noch nicht, betonte Bernd Kallmeyer aus dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz gegenüber nnz. Die Alarmstufe 1 müßte hier erst bei 1,60 m ausgerufen werden. Bei der Zorge in Nordhausen würde durch das relativ flache Flussbett schnell der Eindruck entstehen, dass Gefahr im Anmarsch sei. Eine Überschwemmung der Uferzonen sei jedoch nichts Außergewöhnliches. Trotzdem sollen heute erste Kontrolldienste eingesetzt werden. Die entsprechenden Kommunen seien bereits in Kenntnis gesetzt worden. Mit dieser vorbeugenden Maßnahme will man vorbeugend auf eine weitere Verschlechterung vorbereitet sein...ausführlich im nnz-Archiv


Junge Union: „Alles bleibt besser!“
Seit dem vergangenen Jahr hat die Junge Union in Nordhausen ein „gestörtes Verhältnis“ zur nnz. Jetzt, mit neuer Führungsmannschaft soll alles anders werden. Oder besser? Seit dem 21. Dezember des vergangenen Jahres agiert Manuel Thume an der Spitze der CDU-Nachwuchsorganisation. Der 22jährige ist der neue Vorsitzende eines fast neuen Vorstandes und Nachfolger von Giselher Becker. „Vier Jahre Junge Union mit Giselher Becker an der Spitze haben doch ein wenig Stillstand mit sich gebracht“, schätzt Thume im nnz-Gespräch ein. Da seien zum Beispiel politische Inhalte der Arbeit völlig zu kurz gekommen. Nach der Wahl von Thume seien viele Mitglieder der JU wieder aktiv geworden, das JU-Logo wurde gestylt, die Homepage aufgepeppt. Sie soll jetzt lustiger und witziger im „www“ daherkommen, und sie soll den Wahlkampf der CDU und des Manfred Grund unterstützen.

Wohin geht aber nun die Reise der Junge Union nach der Ära des einstigen „Großen Vorsitzenden“? „Auch und vielleicht gerade als junge Menschen wollen wir uns in die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik einbringen. Ich persönlich stehe fest hinter dem künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue. Weiterhin wollen wir eine Bildungsoffensive starten“, kündigte Thume an. Zu letzterer Offensive gehört zum Beispiel die Unterstützung von Schulklassen mit politischen Materialien, gehören Einladungen zum Landtag und zum Bundestag...ausführlich im nnz-Archiv


„Auf in den Kampf“ für Rettungswache
Heute tagt in Mühlhausen der Rettungsdienstzweckverband Nordthüringen. Da soll auch die Rettungswache des DRK in Sollstedt gestrichen werden. Noch auf der jüngsten Kreistagssitzung hatte Claus angedeutet, sich bis zum heutigen Tag auf die Suche nach Verbündeten zu machen. Die scheint der Nordhäuser Landrat nach nnz-Informationen gefunden zu haben. Mehrere Gespräche habe es auf der Ebene der verantwortlichen Amtsleiter mit dem Kyffhäuserkreis und dem Unstrut-Hainich-Kreis gegeben. So richtig zufrieden haben sich diese Landkreise mit dem Alleingang des Eichsfeldes nicht gezeigt, die Rettungswache in Deuna auf einen 24-Stunden-Betrieb „hochzufahren“ und im Gegenzug Sollstedt „sterben“ zu lassen. Ein mögliche Variante der heutigen Sitzung könnte dementsprechend sein, das leidige Thema „Sollstedt“ erst einmal von der Tagesordnung zu nehmen. „Es kann dadurch Zeit gewonnen werden, um weitere Gespräche mit den eigentlichen Fachleuten zu führen, eher wir zu einer politischen Entscheidung“, sagte Joachim Claus zur nnz.


Produktion am kostengünstigen Standort
Die Eckes AG in Niederolm, zu der auch die Nordbrand Nordhausen GmbH gehört, plant das Ende der Produktion. Die Eckes Spirituosen und Wein GmbH beabsichtigt, die Herstellung und Abfüllung aller deutschen Eckes-Spirituosen im Werk Nordhausen zu konzentrieren. In einer Betriebsversammlung am 26. Februar erklärte die Geschäftsleitung diesen Schritt für notwendig, um den Herausforderungen des sehr schwierigen Spirituosenmarktes in Deutschland kostenmäßig gerecht zu werden. Falls Vorstand und Aufsichtsrat der Eckes AG dieser Empfehlung zustimmen, geht eine langjährige Tradition der Spirituosenproduktion in Nieder-Olm zu Ende. Die Produktionsmenge in Nieder-Olm ist nach dem letzten Höhepunkt mit mehr als 70 Millionen Flaschen unmittelbar nach der Wiedervereinigung, auch durch schon erfolgte Teilverlagerungen in das kostengünstigere Werk Nordhausen, kontinuierlich auf zuletzt knapp 15 Millionen Flaschen gesunken. Da es sich zudem in den letzten drei Jahren als unmöglich erwiesen hat, innerhalb und auch außerhalb der Eckes-Gruppe zusätzliche Produktions- und/oder Abfüllmengen für die nur noch mit weniger als 30 Prozent ausgelasteten Anlagen zu finden, ist die Konzentration auf ein Werk betriebswirtschaftlich zwingend. Unter Berücksichtigung aller Faktoren ist Nordhausen der kurz- und langfristig kostengünstigere Standort...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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