Unglückliche Niederlage
Montag, 20. September 2010, 17:16 Uhr
Ihren ersten Heimauftritt in der Thüringenliga führte den NSV in die Georgenberghalle nach Bleicherode. Dort empfingen sie die spielstarke Mannschaft vom HSC Erfurt. Für die nnz war Frank Ollech mit in Bleicherode...
Ein Heimspiel des Nordhäuser SV in Bleicherode gleicht einer Premiere. Der NSV wurde dabei von den Handballern des SV Glück Auf Bleicherode tatkräftig unterstützt. Zusammen mit der schmücken Halle sollte dem Ligaauftakt in heimischen Gefilden nichts mehr entgegenstehen. Als sich dann auch noch das Publikum zahlreich einfand war der Spieltag vor dem Anpfiff fast perfekt.
Nur der Gegner bereitete Spielern und Zuschauern ein wenig Kopfschmerzen. Gab doch kein geringerer als der selbsternannte Aufstiegskandidat HSC Erfurt seine Visitenkarte zum Einstand ab. Der viertplatzierte der abgelaufenen Oberligasaison verpasste dabei nur knapp den Aufstieg in die Mitteldeutsche Liga. In dieser Spielserie wollen sie das Ziel in die Tat umsetzen und zählen deshalb zu den Anwärtern auf einem Podiumsplatz.
Beim NSV werden da noch kleinere Brötchen gebacken. Als Aufsteiger kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen. Jedoch ist die Spielstärke der Männer um Andreas Meier in Thüringen nicht unbekannt. Diesmal nicht mit im Aufgebot. Torhüter Sören Ahlert und Linkshänder Christian Müller aber auch Andre Elster fehlte. Somit waren die Aussichten schon vor dem Anwurf getrübt. Diesen Nachteil glichen zum Teil die Fans in der Halle aus. So angetrieben entwickelte sich eine dramatische Begegnung zwischen dem Underdog und dem Ligaprimus.
Den besseren Start hatten dabei die Gäste (1:0). Das erste Heimspieltor zu erzielen blieb dem Kanonier vom Dienst Steffan Fuhrmann vorbehalten. Schon in den ersten Minuten der Begegnung zeigten die NSV Spieler Kämpferqualitäten. Erst in der 5. Spielminute konnte der HSC den Führungstreffer zum 2:1 erzielen. Aus dem darauf folgenden Schlagabtausch gingen die Südharzer als Sieger mit einer 4:3 Führung hervor. Das schien dann den Gästen doch ein wenig zu respektlos und sie verschärften das Tempo. Mit ihrem in der Anfangsphase stark spielenden Keeper nutzten sie die individuellen Fehler der Nordhäuser eiskalt aus. So zogen sie scheinbar mühelos auf 7:4 davon.
Mit dem Anschlusstreffer zum 5:7 durch Mathias Thiele wurde zum Angriff geblasen. In der 16. Spielminute war es Michael Spieß Spiel der den 9:9 Ausgleich erzielte und Thomas Riemekasten der zum 10:9 den Ball im Kasten des HSC versenkte. Erfurt schien angeschlagen, hatte aber immer noch die größeren Reserven in Hinterhand. Der NSV schien sich in einen Rausch gespielt zu haben. Denn nach dem 11:11 folgte eine 13:11 Führung (23. Spielminute), die Halle stand Kopf.
Die Spielweise kostete jedoch Kraft, zu viel Kraft um die nächsten 37 zu überstehen. Der NSV musste reagieren und kassierte noch vor der Pause den Ausgleich und eine 15:16 Rückstand. Mit einem verwandelten Strafwurf zum 16:16 von Thomas Riemekasten gingen beide Teams in die Halbzeitpause.
Nach der Pause explodierte zunächst der HSC. Drei schnelle Treffer und sie lagen 19:16 vorn und glaubten sich auf der Siegerstrasse. Doch sie hatten wieder die Rechnung ohne den NSV gemacht. Dieser rappelte sich auf und begann wieder eine Aufholjagt die beim 24:24 ihr Ende fand. In dieser Phase war es Keeper Kai Näther der den Ansturm der Gäste mit starken Paraden bremste. Danach wurde die Begegnung etwas zerfahren von beiden Seiten geführt. Die nachlassenden Kräfte zwangen immer wieder zum taktischen Foulspiel. Besonders Steffan Fuhrmann bekam davon reichlich ab.
Die Führung wechselte bis in die Schlussminuten. So erzielte Martin Stritzel das 30:30 in der 59. Spielminute. Der schnell ausgeführte Anwurf verlagerte das Spiel nach links. Dort nahm der HSC das Abwehrgeschenk des NSV an und erzielte das 30:31 aus Sicht der Gastgeber. Leider hatten die Männer in Schwarz die Schritte nicht mitgezählt, sonst wäre das Tor nicht anerkannt worden. Dem NSV verlieben 40 Sekunden doch noch dem Favoriten zumindest einen Punkt abzunehmen.
Der HSC durch eine Zeitstrafe dezimiert fing jedoch den Angriff ab und nahm 20 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Den folgenden Angriff fing wiederum der NSV ab. Zu spielen waren noch 10 Sekunden. Das letzte Abspiel gelang an den Kreis wo sich Michael Spiel den Ball sicherte um zum Wurf anzusetzen. Was folgte war wiederum ein taktisches Foul, um beim folgenden Strafwurf auf den Torhüter zu hoffen. Doch der Pfiff blieb zum Erstaunen aller in der Halle aus. Einzig das Schlusssignal durchdrang die vornehmende Zurückhaltung der NSV Spieler und den der aufgebrachten Fans.
Eine Niederlage wie ein gefühlter Sieg. Der NSV verlor zwar ein oder vielleicht zwei Punkte, mit dieser Leistung sind sie jedoch endgültig im Oberhaus angekommen.
Frank Ollech
Für den NSV spielten: Kay Näther/ Stefan Fuhrmann/ Thomas Riemekasten/ Martin Stritzel / Sebastian Kreutz/ Matthias Thiele / Marco Holznagel/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger/ Andreas Ramonat
Autor: nnzEin Heimspiel des Nordhäuser SV in Bleicherode gleicht einer Premiere. Der NSV wurde dabei von den Handballern des SV Glück Auf Bleicherode tatkräftig unterstützt. Zusammen mit der schmücken Halle sollte dem Ligaauftakt in heimischen Gefilden nichts mehr entgegenstehen. Als sich dann auch noch das Publikum zahlreich einfand war der Spieltag vor dem Anpfiff fast perfekt.
Nur der Gegner bereitete Spielern und Zuschauern ein wenig Kopfschmerzen. Gab doch kein geringerer als der selbsternannte Aufstiegskandidat HSC Erfurt seine Visitenkarte zum Einstand ab. Der viertplatzierte der abgelaufenen Oberligasaison verpasste dabei nur knapp den Aufstieg in die Mitteldeutsche Liga. In dieser Spielserie wollen sie das Ziel in die Tat umsetzen und zählen deshalb zu den Anwärtern auf einem Podiumsplatz.
Beim NSV werden da noch kleinere Brötchen gebacken. Als Aufsteiger kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen. Jedoch ist die Spielstärke der Männer um Andreas Meier in Thüringen nicht unbekannt. Diesmal nicht mit im Aufgebot. Torhüter Sören Ahlert und Linkshänder Christian Müller aber auch Andre Elster fehlte. Somit waren die Aussichten schon vor dem Anwurf getrübt. Diesen Nachteil glichen zum Teil die Fans in der Halle aus. So angetrieben entwickelte sich eine dramatische Begegnung zwischen dem Underdog und dem Ligaprimus.
Den besseren Start hatten dabei die Gäste (1:0). Das erste Heimspieltor zu erzielen blieb dem Kanonier vom Dienst Steffan Fuhrmann vorbehalten. Schon in den ersten Minuten der Begegnung zeigten die NSV Spieler Kämpferqualitäten. Erst in der 5. Spielminute konnte der HSC den Führungstreffer zum 2:1 erzielen. Aus dem darauf folgenden Schlagabtausch gingen die Südharzer als Sieger mit einer 4:3 Führung hervor. Das schien dann den Gästen doch ein wenig zu respektlos und sie verschärften das Tempo. Mit ihrem in der Anfangsphase stark spielenden Keeper nutzten sie die individuellen Fehler der Nordhäuser eiskalt aus. So zogen sie scheinbar mühelos auf 7:4 davon.
Mit dem Anschlusstreffer zum 5:7 durch Mathias Thiele wurde zum Angriff geblasen. In der 16. Spielminute war es Michael Spieß Spiel der den 9:9 Ausgleich erzielte und Thomas Riemekasten der zum 10:9 den Ball im Kasten des HSC versenkte. Erfurt schien angeschlagen, hatte aber immer noch die größeren Reserven in Hinterhand. Der NSV schien sich in einen Rausch gespielt zu haben. Denn nach dem 11:11 folgte eine 13:11 Führung (23. Spielminute), die Halle stand Kopf.
Die Spielweise kostete jedoch Kraft, zu viel Kraft um die nächsten 37 zu überstehen. Der NSV musste reagieren und kassierte noch vor der Pause den Ausgleich und eine 15:16 Rückstand. Mit einem verwandelten Strafwurf zum 16:16 von Thomas Riemekasten gingen beide Teams in die Halbzeitpause.
Nach der Pause explodierte zunächst der HSC. Drei schnelle Treffer und sie lagen 19:16 vorn und glaubten sich auf der Siegerstrasse. Doch sie hatten wieder die Rechnung ohne den NSV gemacht. Dieser rappelte sich auf und begann wieder eine Aufholjagt die beim 24:24 ihr Ende fand. In dieser Phase war es Keeper Kai Näther der den Ansturm der Gäste mit starken Paraden bremste. Danach wurde die Begegnung etwas zerfahren von beiden Seiten geführt. Die nachlassenden Kräfte zwangen immer wieder zum taktischen Foulspiel. Besonders Steffan Fuhrmann bekam davon reichlich ab.
Die Führung wechselte bis in die Schlussminuten. So erzielte Martin Stritzel das 30:30 in der 59. Spielminute. Der schnell ausgeführte Anwurf verlagerte das Spiel nach links. Dort nahm der HSC das Abwehrgeschenk des NSV an und erzielte das 30:31 aus Sicht der Gastgeber. Leider hatten die Männer in Schwarz die Schritte nicht mitgezählt, sonst wäre das Tor nicht anerkannt worden. Dem NSV verlieben 40 Sekunden doch noch dem Favoriten zumindest einen Punkt abzunehmen.
Der HSC durch eine Zeitstrafe dezimiert fing jedoch den Angriff ab und nahm 20 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Den folgenden Angriff fing wiederum der NSV ab. Zu spielen waren noch 10 Sekunden. Das letzte Abspiel gelang an den Kreis wo sich Michael Spiel den Ball sicherte um zum Wurf anzusetzen. Was folgte war wiederum ein taktisches Foul, um beim folgenden Strafwurf auf den Torhüter zu hoffen. Doch der Pfiff blieb zum Erstaunen aller in der Halle aus. Einzig das Schlusssignal durchdrang die vornehmende Zurückhaltung der NSV Spieler und den der aufgebrachten Fans.
Eine Niederlage wie ein gefühlter Sieg. Der NSV verlor zwar ein oder vielleicht zwei Punkte, mit dieser Leistung sind sie jedoch endgültig im Oberhaus angekommen.
Frank Ollech
Für den NSV spielten: Kay Näther/ Stefan Fuhrmann/ Thomas Riemekasten/ Martin Stritzel / Sebastian Kreutz/ Matthias Thiele / Marco Holznagel/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger/ Andreas Ramonat


















