Hunderte Arbeitsplätze in Gefahr
Montag, 24. Februar 2003, 12:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte vor einigen Wochen über das Wegbrechen des zweiten Arbeitsmarktes berichtet. Jetzt kommen neue Alarmmeldungen von der Gewerkschaft ver.di. Da ist unter anderem von einer Kündigungswelle die Rede.
Die Mittelkürzungen und die drastischen Veränderungen der Rahmenbedingungen infolge der sogenannten Hartz-Gesetze führen zu einem Zusammenbruch der beruflichen Weiterbildung in Thüringen", so die Einschätzung des ver.di-Bildungsexperten Thomas Voß gegenüber nnz. Im Freistaat fehlen in diesem Jahr 240 Millionen Euro Bundesmittel und mehr als 40 Millionen Euro Landesmittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik. Damit breche ein Großteil der verbliebenen Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen weg.
Bis Ende des Jahres, so Voß, werden etwa 80 Prozent der Weiterbildungsmaßnahmen in Thüringen eingestellt sein. Hunderte von Beschäftigten der Weiterbildungseinrichtungen stehen vor der Kündigung. Die meisten Träger sehen ihre Existenz gefährdet.
Wenn nicht schnell gehandelt wird, wird es in Thüringen bald keine Qualifizierungsmöglichkeiten für Erwerbslose mehr geben und die Weiterbildungskompetenz verloren sein. Die Zahl der Erwerbslosen wird sich dann um die erhöhen, die gerade noch die Erwerbslosen qualifiziert haben. Und das zu einem Zeitpunkt, wo sich ohnehin schon Fachkräftemangel als Standortnachteil bemerkbar macht. Hier wird sinnlos kaputtgespart, mit hohen Folgekosten."
Die Alternative sieht Voß in einer ausreichend mit Geld ausgestatteten, der Situation angepassten aktiven Arbeitsmarktpolitik und einer sinnvoll auf ihre eigentlichen Aufgaben orientierten beruflichen Weiterbildung. Die Weichen dafür müßten schnell gestellt werden, so die Gewerkschaft.
Autor: nnzDie Mittelkürzungen und die drastischen Veränderungen der Rahmenbedingungen infolge der sogenannten Hartz-Gesetze führen zu einem Zusammenbruch der beruflichen Weiterbildung in Thüringen", so die Einschätzung des ver.di-Bildungsexperten Thomas Voß gegenüber nnz. Im Freistaat fehlen in diesem Jahr 240 Millionen Euro Bundesmittel und mehr als 40 Millionen Euro Landesmittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik. Damit breche ein Großteil der verbliebenen Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen weg.
Bis Ende des Jahres, so Voß, werden etwa 80 Prozent der Weiterbildungsmaßnahmen in Thüringen eingestellt sein. Hunderte von Beschäftigten der Weiterbildungseinrichtungen stehen vor der Kündigung. Die meisten Träger sehen ihre Existenz gefährdet.
Wenn nicht schnell gehandelt wird, wird es in Thüringen bald keine Qualifizierungsmöglichkeiten für Erwerbslose mehr geben und die Weiterbildungskompetenz verloren sein. Die Zahl der Erwerbslosen wird sich dann um die erhöhen, die gerade noch die Erwerbslosen qualifiziert haben. Und das zu einem Zeitpunkt, wo sich ohnehin schon Fachkräftemangel als Standortnachteil bemerkbar macht. Hier wird sinnlos kaputtgespart, mit hohen Folgekosten."
Die Alternative sieht Voß in einer ausreichend mit Geld ausgestatteten, der Situation angepassten aktiven Arbeitsmarktpolitik und einer sinnvoll auf ihre eigentlichen Aufgaben orientierten beruflichen Weiterbildung. Die Weichen dafür müßten schnell gestellt werden, so die Gewerkschaft.
