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Drei plus 1 gleich 0

Sonntag, 19. September 2010, 16:52 Uhr
Drei Neue in der Anfangsposition, einer auf der Ersatzbank. Wacker-Trainer Jens Ludwig ist mutig. Ist das aber auch der Neuanfang in spielerischer Hinsicht gewesen? Die nnz war heute im AKS für Sie dabei...

Ansammlung im Weimarer Strafraum (Foto: nnz) Ansammlung im Weimarer Strafraum (Foto: nnz)
Letztes Aufbäumen im Gäste-Strafraum, selbst Lars Greschke will den Ausgleich

Statt Marcus Vopel, Alexander Töpfer wurden kurz vor Spielbeginn Christopher Beck, Jan-Philipp Rose und Adil Boukantar aufgerufen. Als Reservist saß Robert Kruppa auf der Auswechselbank.

Schon in den ersten Minuten gab es Druck auf der linken Wackerseite in Richtung Weimarer Tor, vor allem von Neuzugang Rose. In der 9. Minute wieder ein schneller Spielzug, der bei Rose seinen Anfang nahm, dessen scharfe Eingabe Boukantar knapp verpasste und Torsten Klaus den Ball dann übers Tor schoss. Drei Minuten später war für einen Schuss von Klaus Endstation am linken Außennetz. Wieder war es Klaus, der in der 16. Minute von Boukatar bedient wurde und diesmal knapp verzog.

Nur eine Minute später Gefahr vor dem Nordhäuser Tor. Nach einem Handspiel von Christopher Beck haute Stefan Winterkorn den Ball aus 20 Meter an die Querlatte des Wacker-Gehäuses. Das Dejavu ließ nur drei Minuten auf sich warten. Diesmal waren es 25 Meter, die Winterkorn hatte. Der Ball krachte an den linken Pfosten, dann an Lars Greschke, prallte in den Strafraum, dort war inzwischen auch Steve Zelssmann, der keine Mühe hatte, den Ball ins rechte Eck zu schlagen. 0:1. Übrigens: Dem Freistoß vorausgegangen war ein Handspiel von Beck.

Fazit nach 30 Minuten: Wacker bestimmt das Spiel, es wird auch kombiniert, allerdings fehlt es am Abschluss und – immer noch – an der Genauigkeit der Zuspiele. Exemplarisch die 40. Minute. Nico Steinberg schlägt den Ball unbedrängt über 30 Meter ins spielerische Niemandsland. Eine Minute später haut Rose das Leder an den linken Pfosten des Weimarer Tores. Dann war Halbzeit.

Die zweite Halbzeit vor 411 Zuschauern begann mit einer Schrecksekunde für den Wacker-Anhang, als Greschke einen harmlosen Schuss nur mit Mühe festhalten konnte. Wacker macht weiter Druck, agiert jedoch weiter glück- und erfolglos. Auch Lars Pohl war das Quäntchen Glück verwehrt, als er eine Eingabe von Rose direkt aufs Tor zog, jedoch verzog. Glücklos auch Hoffmann, dem der Ball aus zwei Metern vorm gegnerischen Tor vom Oberschenkel springt.

Dann wechselt Wacker aus. Für Lars Pohl kommt der vierte Neuzugang Robert Kruppa. Da sind 63 Minuten gespielt und die Nordhäuser rennen dem Rückstand weiter hinterher. Wenig später hat Torsten Klaus mehrere Chancen, von denen Torwart Schmitt die meisten vereitelt.

Es wird hektisch, ein Weimarer Spieler liegt im Strafraum, das Spiel geht weiter, dann ein Handspiel eines Weimarer im Strafraum, für Schiri Leitschuh alles keine Gründe, das Spiel zu unterbrechen. Die Zeit jedoch, die läuft für die Gäste. In der 70. Minute zwei Situationen, in denen Wacker Nordhausen Glück hatte. Die Gäste vergeben zwei Hochkaräter, weil die Wacker-Abwehr offen wie ein Scheunentor stand.

Wacker gegen Weimar (Foto: nnz) Wacker gegen Weimar (Foto: nnz)
Die 22 ist eingewechselt, steht aber nicht auf dem Spielbogen

Mittlerweile haben die Weimarer gewechselt. Mit der 22 läuft ein Spieler auf dem Feld, der im Spielbogen nicht aufgeführt ist. Das muss eigentlich rechtliche Konsequenzen haben.

Wacker macht weiterhin unheimlichen Druck, Weimar bleibt gefährlich bei den gelegentlichen Vorstößen und müsste zu diesem Zeitpunkt eigentlich 5:0 führen. Noch sind acht Minuten zu spielen. In der 83. Minute haut Torsten Klaus das Leder an den rechten Pfosten, leider springt der Ball wieder ins Spielfeld zurück. Dann wird Daniel Wiegleb gegen Marcus Vopel ausgewechselt. Boukatar schießt aus 10 Meter vorbei, Weimar wechselt noch einmal aus, die letzte Minute ist angelaufen, Wacker bekommt den Ball nicht ins Tor. Es soll heute nicht sein, denn Kruppas Kopfstoß streicht knapp übers Gebälk. Es werden vier Minuten nachgespielt. Ein Angriff der Kulturstädter landet am Pfosten von Greschke.

Dann ist das Spiel vorbei. Wacker hat gekämpft, jedoch verloren.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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