Rutschpartie im Kuntz-Sportpark
Sonntag, 23. Februar 2003, 19:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 18. Spieltag der Landesklasse West empfing Wacker 90 Nordhausen heute die 2. Mannschaft von Eintracht Sondershausen. Eigentlich eine reine Formsache für den Tabellenzweiten, aber der hartgefrorene Rasen öffnete dem Zufall Tür und Tor. Ein Bericht von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.Das Spiel hätte eigentlich auf Grund der widrigen Bodenverhältnisse normalerweise nicht angepfiffen werden dürfen, aber der verantwortliche Begutachter aus Urbach entschied, dass die Begegnung stattfinden kann. So sahen die rund 500 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark eher eine Rutschpartie als ein normales Fußballspiel. Meistens lagen gleich mehrere Spieler zeitgleich auf dem Rasen. Von regulären Bedingungen konnte man beim besten Willen nicht sprechen. Aber beide Mannschaften waren um ein faires Spiel bemüht.
Die Wackeren - ohne den grippekranken Ludwig und Kulbacki (5. Gelbe Karte), dafür mit Mook und Taute - ließen von Beginn an keinen Zweifel, dass sie unbedingt den vierten Sieg in Folge erkämpfen wollten. Das Spiel lief gerade 60 Sekunden, da setzte Piotrowski das erste Achtungszeichen, als er einen Kopfball knapp neben den Pfosten setzte. Puc machte es eine Minute später besser: Nach einer von Mook getretenen Ecke ließ er dem guten Sondershäuser Schlussmann keine Chance und verwandelte aus Nahdistanz zur Nordhäuser Führung. Danach rollte Angriff auf Angriff auf das Eintracht Tor. In der 9. Minute baute Taute mit einem satten Schuss aus gut 20 m ins obere Eck die Führung aus. Wer allerdings dachte, dass nun Tore im Minutentakt folgen würden, sah sich getäuscht. Zwar hatten die Schützlinge von Jörg Weißhaupt noch mehrere gute Möglichkeiten, bauten aber ab der 30 Minute unverständlicherweise ab.
Die Sondershäuser kamen nun besser ins Spiel. Chancen von Bose Werner und Aschenschwandtner (11., 32., 34., 43.) brachten jedoch nichts ein, da sie überhastet vergeben wurden. Einziger Glanzpunkt von Wacker in dieser Spielphase war ein 40 m-Solo von Taute, dessen Schuss knapp über die Latte ging.Auch in der zweiten Hälfe war von den Nordhäusern nicht viel zu sehen. Abspiel- und Abstimmungsfehler, die nicht alle den widrigen Platzverhältnissen geschuldet waren, häuften sich. Die Eintracht-Kicker erarbeiteten sich nun mehrere gute Möglichkeiten (50., 53.). Eine Chance nutzte Christian Paul zum verdienten Anschlusstreffer, als er aus 18 m abzog und Lenzcewski keine Chance ließ. Mit Mann und Maus verteidigten fortan die Wackeren den knappen Vorsprung. Sie verlegten sich aufs Kontern und hatte Erfolg. Allerdings standen da die irregulären Bodenverhältnisse Pate. Nach einem Kühne-Schuss aus Nahdistanz ließ der Torhüter das Leder abprallen und rutschte aus. Piotrowski stand richtig und hob den Ball über dem fallenden Hilpert ins Tor. Wacker gewann 3:1 gegen eine Sonderhäuser Elf, die dem Ausgleich oft näher als die Gastgeber dem dritten Treffer war.
Die Begegnung FSG Salza gegen Schwallungen wurde wegen widrige Witterungsbedingungen abgesagt.
