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Wer war Oskar Cohn?

Samstag, 22. Februar 2003, 09:57 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen gibt es eine Oskar-Cohn-Straße. Fast jeder kennt sie. Doch wer war Oskar Cohn? Ein Vortrag in der kommenden Woche soll darüber Aufschluß geben.


Am Mittwoch, dem 26. Februar, um 19 Uhr, liest Dr. Ludger Heid aus seinem Buch „Oskar Cohn. Ein Sozialist und Zionist im Kaiserreich und in der Weimarer Republik“ im Museum „Tabakspeicher“ in der Bäckerstraße 20. Die Stadtverwaltung Nordhausen lädt dazu alle Interessierten recht herzlich ein. Als Gast wird der Enkel Oskar Cohns, Dr. Michael Cohn, aus Kfar Shmaryahu (Israel) anwesend sein und zur Familiengeschichte sprechen.

Oskar Cohn war von 1912-1918 im Reichstag für den Wahlkreis Nordhausen/Thüringen als einziger Zionist in einem deutschen Parlament vertreten. Über die Rolle Cohns in Nordhausen wird an diesem Abend Stadtarchivar, Dr. Peter Kuhlbrodt, informieren. Dr. Ludger Heid hat die Habilitation an der Universität Potsdam für Neuere Geschichte, ist Lehrbeauftragter an der Gerhard Mercator-Universität Duisburg und aus zahlreichen Veröffentlichungen zur Sozialgeschichte, Arbeiterbewegung und deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte bekannt. Sein Buch über Oskar Cohn erschien 2002.

Bei seinen Nachforschungen über Oskar Cohn lernte er dessen Enkel, Dr. Michael Cohn, kennen und schätzen. „Wir korrespondierten zwischen Duisburg und Tel Aviv, trafen uns und freundeten uns an. Er war mir in jeder Hinsicht behilflich und ohne seine vielfältige Unterstützung hätte ich die Forschungen gar nicht durchführen können“, sagte Dr. Heid.
Autor: nnz

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