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Wirtschaftliches Leitbild

Freitag, 21. Februar 2003, 11:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit einem Workshop im BIC Nordthüringen wurde gestern das Regionalmanagement für den Landkreis Nordhausen auf die Spur geschickt. Wo hin die Arbeit des Managements führen soll, machte eine Pressemitteilung deutlich. nnz hat aber auch weiter nachgefragt.


Dieser Workshop sollte ein erster Schritt sein. Vertreter aus Wirtschaft und Politik diskutierten über die Ausgestaltung und Umsetzung des regionalen Managements. So soll der Wirtschaftsraum Nordhausen in seinem weiteren Aufbau von Industrie und Gewerbe intensiv entwickelt und begleitet werden. Jedoch seien auch Defizite zu erkennen gewesen, heißt es in der Verlautbarung. Welcher Natur diese sind, wurde aber nicht genannt.

Wichtig erscheint jedoch, dass das Regionalmanagement gemeinsam mit der LEG, der Stadt, dem Landkreis, der Kreissparkasse und der Fachhochschule nun die Initiative übernehmen will. Die Ziele, die man sich gestern setzte sind hoch angesetzt. Da seien spezielle Themengebiete aufzugreifen „und in einem gemeinsamen Handlungsprozeß in den nächsten drei Jahren ein organisches Wachstum und eine gesunde Entwicklung für den Wirtschaftsraum Nordhausen zu erreichen“. Was unter „speziell“ gemeint ist, wird anschließend erläutert. Zum Beispiel die wirtschaftliche Weiterentwicklung im Raum Nordhausen und das Voranbringen von Schlüsselprojekten der Industrieentwicklung.

Das alles klingt wirklich unheimlich spannend. Bleibt aber die Frage offen, was in dieser Richtung in den zurückliegenden Jahren unternommen wurde? Etwas deutlicher brachte das Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) gegenüber nnz zum Ausdruck: „Wir müssen vor allem jene Aktivitäten gebündelt werden, die eine Konzentration von Ansiedlungen bringen. Bestehendes muß durch eine Fokussierung gefördert werden. Vor allem muß jetzt schnell ein wirtschaftliches Leitbild der Region deutlich werden. Und es muß vermarktet werden, aber nicht nur in bunten Prospekten“, so Rinke. Der Oberbürgermeisterin geht es dabei zum Beispiel um die Clusterbildung im Bereich der Automobilzulieferer sowie um das Forcieren des Flächenmanagements. „Wichtig ist außerdem, dass das bereitgestellte Geld in die Projekte fließt“, so Rinke.
Autor: nnz

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