nnz-Forum: Nachdenken
Freitag, 10. September 2010, 20:13 Uhr
Die nnz hatte Anfang September Fotos eines Lesers veröffentlicht. Jetzt gibt es dazu noch Gedanken des Mannes...
Wie man auf dem 3. Bild erkennen kann, ist Sundhausen von Gewerbe und von Kiesseen (auch geplanten) umschlossen, das ist auch nicht zu ändern, weil das Bergbauschutzgesetz der DDR als eines der wenigen Gesetze als Bergrecht in den neuen Bundesländern übernommen wurde, in den alten BL gibt es da mehr Einspruchmöglichkeiten.
Bis Ende der 70er Jahre war das erste Gebäude an der damaligen F 4 das Umspannwerk (kurz vor der Kreuzung Marktkauf, der Schachtbau hat dort auch erst Ende der 70 er Jahre gebaut), man konnte noch mit dem Fahrrad in das Bad am Stadion fahren, denn die Tierzucht (Van Asten) gab es auch noch nicht oder war im Bau, das Gelände Scheunenhof mitsamt Wippertaler Getränke war ein VEG und dahinter erstreckten sich Koppeln statt Kiesseen.
Nach 1990 war dann die Einsicht der Sundhäuser da, dass Arbeitsplätze entstehen müssen und so ist eines der am besten florierenden Gewerbegebiete im Kreis Nordhausen entstanden, was auch Steuergelder der Stadt Nordhausen erwirtschaftet, das Gewerbegebiet An der Helme.
Jetzt haben die Sundhäuser die Möglichkeit gegen eine Bebauung vorzugehen, im Gegensatz zur Zeit vor 1990 und da wir der Meinung sind, dass die restlichen Ackerflächen erhalten bleiben sollen und vor allem, weil der Autohof (AH) unter 100 Meter vom Ort entfernt ist, hat eine überwiegende Mehrheit gegen den AH votiert. Übrigens in allen Altersgruppen von Jung bis Alt.
Auf dem 1. Bild kann man die Größe der Fläche erkennen, die Baumreihe im Hintergrund würde die hintere Grenze darstellen, die Fläche links vorn und links hinten ist durch das Bild noch nicht einmal erfasst. Das zweite Bild stellt die Nähe zur Wohnbebauung dar.
Es wird viel über eventuelle Erotik auf dem Autohof diskutiert, es steht aber nun einmal wortwörtlich im Planungsentwurf, dass dort ein Erotikshop mit Peepshow und Erlebnistanzbar entstehen soll und Herr Hasebrink hat es mit dem Ausdruck Stangentanzbar in dieser Zeitung präzisiert, ob das kommen würde, kann man bezweifeln, genauso wie viele andere Gewerbe die im Planungsentwurf stehen, um einen Arbeitskräftebedarf zu begründen.
Die Kommentare zu den Bildern waren sehr vielschichtig, von der Lkw-Maut bis zur Notwendigkeit des Lkw-Transportes allgemein. Vielleicht wäre es wirklich gut, bestimmte Dinge in der Region zu produzieren, in der sie verbraucht werden, ob das immer rentabel möglich ist, ist aber eine andere Frage und was für Transportmöglichkeiten in ca. 50 Jahren bestehen, wenn die fossilen Rohstoffe zur Neige gehen weiß auch niemand, vielleicht ist dann die Molkerei oder Brauerei vor Ort wieder die günstigere Alternative.
Die Idee mit der Zuschüttung der Kiesseen ist nicht umzusetzen, da eine Gefährdung des Grundwassers bestehen würde, selbst mit normalem Bauschutt wäre es nicht möglich, geschweige denn mit dem Abraum der Kaliindustrie, auch wenn es zeigt, dass derjenige sich gutgemeinte Gedanken gemacht hat.
Vielleicht ist es ja zum guten Ende möglich, mit dem AH das verwaiste Gewerbegebiet in Bleicherode zu beleben, dieser Standort liegt unter einem Kilometer von der Autobahn weg (also geeignet) und die Wohnbebauung wäre nicht beeinträchtigt. Wichtig ist aber auch dort, die Bevölkerung in den Entstehungsprozess mit einzubeziehen.
Thorsten Hering
Wie man auf dem 3. Bild erkennen kann, ist Sundhausen von Gewerbe und von Kiesseen (auch geplanten) umschlossen, das ist auch nicht zu ändern, weil das Bergbauschutzgesetz der DDR als eines der wenigen Gesetze als Bergrecht in den neuen Bundesländern übernommen wurde, in den alten BL gibt es da mehr Einspruchmöglichkeiten.
Bis Ende der 70er Jahre war das erste Gebäude an der damaligen F 4 das Umspannwerk (kurz vor der Kreuzung Marktkauf, der Schachtbau hat dort auch erst Ende der 70 er Jahre gebaut), man konnte noch mit dem Fahrrad in das Bad am Stadion fahren, denn die Tierzucht (Van Asten) gab es auch noch nicht oder war im Bau, das Gelände Scheunenhof mitsamt Wippertaler Getränke war ein VEG und dahinter erstreckten sich Koppeln statt Kiesseen.
Nach 1990 war dann die Einsicht der Sundhäuser da, dass Arbeitsplätze entstehen müssen und so ist eines der am besten florierenden Gewerbegebiete im Kreis Nordhausen entstanden, was auch Steuergelder der Stadt Nordhausen erwirtschaftet, das Gewerbegebiet An der Helme.
Jetzt haben die Sundhäuser die Möglichkeit gegen eine Bebauung vorzugehen, im Gegensatz zur Zeit vor 1990 und da wir der Meinung sind, dass die restlichen Ackerflächen erhalten bleiben sollen und vor allem, weil der Autohof (AH) unter 100 Meter vom Ort entfernt ist, hat eine überwiegende Mehrheit gegen den AH votiert. Übrigens in allen Altersgruppen von Jung bis Alt.
Auf dem 1. Bild kann man die Größe der Fläche erkennen, die Baumreihe im Hintergrund würde die hintere Grenze darstellen, die Fläche links vorn und links hinten ist durch das Bild noch nicht einmal erfasst. Das zweite Bild stellt die Nähe zur Wohnbebauung dar.
Es wird viel über eventuelle Erotik auf dem Autohof diskutiert, es steht aber nun einmal wortwörtlich im Planungsentwurf, dass dort ein Erotikshop mit Peepshow und Erlebnistanzbar entstehen soll und Herr Hasebrink hat es mit dem Ausdruck Stangentanzbar in dieser Zeitung präzisiert, ob das kommen würde, kann man bezweifeln, genauso wie viele andere Gewerbe die im Planungsentwurf stehen, um einen Arbeitskräftebedarf zu begründen.
Die Kommentare zu den Bildern waren sehr vielschichtig, von der Lkw-Maut bis zur Notwendigkeit des Lkw-Transportes allgemein. Vielleicht wäre es wirklich gut, bestimmte Dinge in der Region zu produzieren, in der sie verbraucht werden, ob das immer rentabel möglich ist, ist aber eine andere Frage und was für Transportmöglichkeiten in ca. 50 Jahren bestehen, wenn die fossilen Rohstoffe zur Neige gehen weiß auch niemand, vielleicht ist dann die Molkerei oder Brauerei vor Ort wieder die günstigere Alternative.
Die Idee mit der Zuschüttung der Kiesseen ist nicht umzusetzen, da eine Gefährdung des Grundwassers bestehen würde, selbst mit normalem Bauschutt wäre es nicht möglich, geschweige denn mit dem Abraum der Kaliindustrie, auch wenn es zeigt, dass derjenige sich gutgemeinte Gedanken gemacht hat.
Vielleicht ist es ja zum guten Ende möglich, mit dem AH das verwaiste Gewerbegebiet in Bleicherode zu beleben, dieser Standort liegt unter einem Kilometer von der Autobahn weg (also geeignet) und die Wohnbebauung wäre nicht beeinträchtigt. Wichtig ist aber auch dort, die Bevölkerung in den Entstehungsprozess mit einzubeziehen.
Thorsten Hering
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
