Geburt und Wettbewerb
Mittwoch, 19. Februar 2003, 19:26 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wird eine neue Schulform entstehen. In der Nebelung-Straße soll die Geburtsstätte sein. Das dort bereits ein Schulgebäude zu finden ist, soll der Entbindung eigentlich nur förderlich sein. Bevor es in diesem Jahr in den Kreißsaal geht, gab der Stadtrat grünes Licht für die Schwangerschaft.
Eine Ganztagsschule soll die jetzige Käthe-Kollwitz-Straße werden. Im Thüringer Beamtendeutsch heißt das Projekt der betreuenden Grund- und Regelschule. Die nnz berichtete bereits ausführlich. Alle Fraktionen stimmten der Mutation der KKS zu, die CDU hatte jedoch eine Änderung vorzutragen. So solle der Nordhäuser Stadtrat beschließen, dass das freiwerdende Gebäude der Regelschule Nord dem christlichen Schulzentrum zugeschlagen wird. Dem stimmte der Stadtrat mehrheitlich zu.
Interessant blieb eine Aussage von CDU-Fraktionschef Thomas Pape. Da die Einzugsbereiche der Schulen für die Eltern frei wählbar seien, gebe es eine Art Konkurrenzsituation und damit Wettbewerb. Und da werden die Eltern und Schüler quasi per Einschulung entscheiden, welche Form der Schulbetreuung favorisiert werde. Und wer in Papes leuchtende Augen sah konnte erkennen, wer im Wettbewerb zwischen staatlich und christlich das pädagogischen Rennen machen wird.
Autor: nnzEine Ganztagsschule soll die jetzige Käthe-Kollwitz-Straße werden. Im Thüringer Beamtendeutsch heißt das Projekt der betreuenden Grund- und Regelschule. Die nnz berichtete bereits ausführlich. Alle Fraktionen stimmten der Mutation der KKS zu, die CDU hatte jedoch eine Änderung vorzutragen. So solle der Nordhäuser Stadtrat beschließen, dass das freiwerdende Gebäude der Regelschule Nord dem christlichen Schulzentrum zugeschlagen wird. Dem stimmte der Stadtrat mehrheitlich zu.
Interessant blieb eine Aussage von CDU-Fraktionschef Thomas Pape. Da die Einzugsbereiche der Schulen für die Eltern frei wählbar seien, gebe es eine Art Konkurrenzsituation und damit Wettbewerb. Und da werden die Eltern und Schüler quasi per Einschulung entscheiden, welche Form der Schulbetreuung favorisiert werde. Und wer in Papes leuchtende Augen sah konnte erkennen, wer im Wettbewerb zwischen staatlich und christlich das pädagogischen Rennen machen wird.
