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Egon Primas (CDU): "Frau Becker ist inkompetent!"

Dienstag, 16. Januar 2001, 16:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Die CDU-Fraktion des Nordhäuser Kreistages steht hinter dem Vorschlag ihres Vorsitzenden Egon Primas, eine Lösung im sogenannten "Beigeordnetenstreit" herbeizuführen. Im Gegensatz zur SPD-Fraktion, die den "Sundhäuser Kompromiß" gestern abgelehnt hatte, stehen die Christdemokraten für weitere Gespräche zur Verfügung. "Wir wollen die Tür nicht zuschlagen", so Egon Primas gegenüber der nnz. Für Primas scheint es fraglich zu sein, dass Dagmar Becker (SPD) ihre Fraktion über alle Punkte des Gesprächs vor einer Woche im Sundhäuser Scheunenhof informiert habe. Nur so könne er sich vorstellen, dass die SPD es in Kauf nehme, die wichtige politische Arbeit im Kreistag für die Bürger dieses Kreises zu sabotieren.
Auch das Argument seitens der SPD, der Primas-Vorschlag mit zwei hauptamtlichen Beigeordneten (SPD und PDS) und einem Dezernenten (CDU) bringe eine zusätzliche Belastung für den Kreishaushalt will der CDU-Frontmann so nicht gelten lassen. Bislang sei die Kreisverwaltung in ihrem Stellenplan auch von zwei Beigeordneten (Goutier/Uebner) und einem Dezernent (Kornmann) ausgegangen. Und der neue Haushalt sei noch nicht beschlossen worden. Vielmehr müsse die SPD den Bürgern nun klar machen, dass sie die beschlossene Klage von Matthias Jendricke (SPD) auf die Anerkennung der Wahl aus der Kreiskasse bezahlen wolle.
Die Haltung der SPD sei für ihn spätestens nach dem nnz-Artikel vom 12.1.01 nicht mehr nachvollziehbar. Mit diesen Äußerungen habe sich Dagmar Becker als "inkompetent und unseriös" für weitere Verhandlungen erwiesen. Für Primas werde es keine weiteren Gespräch mit der SPD-Fraktionschefin geben.
Autor: psg

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