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nnz-Interview: In der Heimat

Mittwoch, 25. August 2010, 19:05 Uhr
In diesem Jahr absolvierte Katja Konschak bereits zwei Ironmanrennen und verpasste nur knapp die Qualifikation für Hawaii. Trotzdem verlief die Saison alles andere als enttäuschend, denn Rang fünf in Frankfurt war alle Ehre wert. Nun möchte Konschak in Nordhausen ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Beim achten Scheunenhof-Triathlon...


Katja Konschak (Foto: privat) Katja Konschak (Foto: privat) nnz: Sie haben bisher zwei Ironmans absolviert und werden wohl auch im Herbst noch ein Rennen über die Langdistanz bestreiten. Welche Bedeutung hat Nordhausen nun überhaupt für Sie?

K. Konschak: Es ist halt immer schön, wenn man in der Heimat einen Wettkampf macht und sich dem Publikum präsentieren kann. Der Scheunenhof-Triathlon an sich ist wirklich ein sehr schöner Wettkampf, da macht man immer gerne mit. Er passt jetzt eigentlich auch ganz gut in die Vorbereitung, um dann im Oktober eventuell in Barcelona zu starten. Das habe ich allerdings noch nicht zu 100 Prozent entschieden. Da muss ich sehen, wie das Training noch verläuft.

nnz: Was macht den Scheunenhof-Triathlon Ihrer Meinung nach zu so etwas besonderem?

K. Konschak: Die Atmosphäre, denn es sind immer viele Zuschauer an der Strecke. Insgesamt der ganze Blick, wenn man am Scheunenhof steht und auf Nordhausen schaut. Das ist einfach genial mit dem Harz im Hintergrund. Es gibt einen Schönen See und mir macht es Spaß im Kiesschacht zu schwimmen. Es ist halt eine nette Sache.

nnz: Im letzten Jahr gewannen Sie. Ist das in diesem Jahr auch wieder ihr Anspruch?

K. Konschak: Das versucht man ja immer. Um letzter zu werden, geht eigentlich so gut wie keiner an den Start. Ich werde schon versuchen zu gewinnen, aber garantieren kann man das nie.

nnz: Wie sieht Ihr weiteres Training bis zum Wettkampftag aus?

K. Konschak: Das mache ich so ein bisschen wetterabhängig. Ich konnte die letzten paar Tage gar nicht trainieren. Da muss ich ein wenig sehen, wie ich da nun noch hinkomme. Ich will auf jeden Fall am Sonntag starten, muss aber sehen, dass ich bis dahin erst noch fit werde.

nnz: Wie haben Sie ihr Training nach den beiden Ironmans gestaltet?

K. Konschak: Nach dem ersten Ironman in Frankfurt, wo ich Fünfte geworden bin und mit 17 Sekunden an der Hawaii-Quali vorbeischrammte, war es ein bisschen schwierig. Ich musste versuchen, das Training zwischen Erholung und Belastung genau auszutarieren und dann habe ich es im Anschluss in Regensburg nicht geschafft in das Ziel zu kommen, weil ganz einfach die Zeit von vier Wochen dazwischen zu kurz war. Der Ironman in Frankfurt war ganz einfach zu hart und zu anstrengend, sodass es dann ganz einfach nicht gereicht hat. Nach Regensburg habe ich in den letzten drei bis vier Wochen definitiv die Erholung in den Vordergrund gestellt und wenig trainiert. Deshalb muss ich nun sehen, dass ich bis zum Wochenende erst einmal fit werde und muss noch ein bisschen was machen.

nnz: Welches Fazit ziehen Sie bisher aus dieser Saison?

K. Konschak: Für mich persönlich war die Saison sehr gut. Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass ich fünfte in Frankfurt werden würde, wäre ich sehr zufrieden damit gewesen. Ich hätte das nie geglaubt. Es war schon ein Wunschtraum soweit vorne zu sein, aber richtig damit gerechnet habe ich nicht. Wir haben vorher schon gesagt, dass es schon ein optimales Rennen sein muss, damit es mit der Quali klappt. Dass es so knapp nicht geklappt hat, ist ein bisschen schade. Aber es ist nicht so, dass da nun eine Welt für mich untergegangen ist. Ich weiß jetzt, ich kann es schaffen. Das ist also dann das Ziel für die nächste Saison, dass man es noch einmal richtig versucht. Es ist nicht so, dass man weit weg ist, sondern es ist definitiv machbar.

nnz: Im nächsten Jahr sollen nur noch die Top 30 der Damen auf Hawaii starten, indem diese vorher Punkte dafür gesammelt haben. Bleibt Hawaii dann auch das Ziel?

K. Konschak: Das muss man sehen. Es ist in sofern ein bisschen schwierig, dass man nicht weiß, wie viele Punkte man braucht. Wir wollen die Saison nun im Oktober in Barcelona ausklingen lassen. Danach werden sich mein Mann und ich gemeinsam hinsetzen und planen, was wir machen und wie wir das machen. Man kann fünf Rennen einbringen, aber bei entsprechend guten Wettkämpfen könnten zwei oder drei schon reichen. Es ist momentan schwierig zu sagen, denn in der ersten Saison ist das mit diesem Punktesystem „ein Schuss ins blaue“. Es hängt auch immer davon ab, was für einen Wettkampf man sich auswählt und wie viele Punkte man bekommt. Da muss man also erst einmal auf die Tabelle gucken, wo es welche Punkte gibt. Hawaii ist auf jeden Fall noch einmal ein Ziel, aber man kann es nicht planen.

Das Interview führte Johann Reinhardt
Autor: nnz

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